Stärkung der deutsch-österreichischen Kooperation der Forst-, Holz- und Papierbranche. Präsident des DFWR hält Vortrag im Rahmen der Österreichischen Holzgespräche.

Berlin, den 21.11.2016: Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates [DFWR] und Vizepräsident der deutschen Plattform Forst und Holz, hat am 10. November 2016 in Salzburg an den 9. Österreichischen Holzgesprächen teilgenommen. Neben Helmut Brunner, Bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, war Schirmbeck der Einladung der österreichischen Kooperationsplattform Forst Holz Papier [FHP] gefolgt und referierte über die Vorbildfunktion der Forst-, Holz- und Papierbranche und hob deren Vorbildfunktion für andere Länder Mitteleuropas hervor.

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Zusätzliche Bundesmittel stärken Forst- und Holzwirtschaft ab 2017

Berlin, den 11.11.2016: Im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages wurde gestern die Steigerung der Bundesmittel für den Etat des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft [BMEL] beschlossen. Die Forst- und Holzbranche wird durch die zusätzlichen Mittel vor allem im Bereich der nationalen und internationalen nachhaltigen Wald- und Holzwirtschaft gestärkt. Darüber hinaus wird die institutionelle Förderung für die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald [SDW] ausgebaut, um insbesondere jungen Menschen den Wald und seine vielfältigen Funktionen näher zu bringen und der zunehmenden Entfremdung der Bevölkerung von der Primärproduktion entgegenzuwirken. Die zusätzlichen Personalstellen stärken zahlreiche Institutionen und Projektträger. Damit können hier zielgerichtet Forschungs- und Entwicklungsvorhaben unterstützt und ausgebaut werden.

Für die Forst- und Holzbranche kommt eine Erhöhung der Fördermittel für die nachhaltige nationale Waldwirtschaft genau richtig. Durch die Stärkung der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe [FNR] mit zusätzlich 4 Mio. Euro können 2017 weitere Projekte umgesetzt werden. Ziel wird es sein, durch Forschung, Entwicklung und Modellvorhaben die natürliche Produktionsgrundlage „Wald“ zu sichern, Lösungsansätze für das Spannungsfeld der verschiedenen Ansprüche an den Wald aufzuzeigen und innovative Verwendungsmöglichkeiten von Holz zu entwickeln. So kann der Wald für den Klimawandel „fit gemacht“ werden. Dabei stehen standortangepasste, strukturreiche und wuchskräftige Mischwaldbestände mit der Beteiligung von trockenresistenten Nadel- und Laubbaumarten im Vordergrund der Fördermaßnahmen.

Die Mittel für die Projektförderung im Bereich der internationalen nachhaltigen Waldwirtschaft werden um 1 Mio. Euro aufgestockt [6,5 Mio. €]. DFWR-Präsident Schirmbeck: „Weltweit genießt die deutsche Forstwirtschaft eine Vorbildfunktion. Um die globalen Herausforderungen zu meistern, den umfassenden Waldverlust zu stoppen und damit den folgenden Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen, bedarf es  Initiativen und Anstrengungen. Wir müssen unser umfangreiches Wissen mit der Welt teilen und strategische Partnerschaften zum Erhalt und zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder begründen. Das Signal des Bundestages, die Projektförderung in diesem Bereich auszubauen, begrüße ich daher sehr.“

Die im Haushalt 2017 vorgesehenen zusätzlichen Personalstellen werden beispielweise zur Umsetzung der Waldstrategie 2020 oder der EU-Holzhandelsverordnung eingesetzt. Auch wird im Bereich Pflanzenschutz und Pflanzengesundheit im Forst und zur Stärkung der Klimaschutzleistungen von Wäldern weiteres kompetentes Forstpersonal eingestellt, welches als Ansprechpartner, Multiplikator und Experten für die gesamte Branche fungiert.

„Mit den zusätzlichen Bundesmitteln wird die Forst- und Holzbranche nachhaltig gestärkt und deren Schlagkraft erhöht. Wir danken den beiden Berichterstattern der Großen Koalition, Cajus Caesar und Ulrich Freese für ihren Einsatz“, so Schirmbeck. „Gleichzeitig möchte ich die Forst- und Holzbranche aufrufen, Projekte zu initiieren, um unser Wissen weiter auszubauen und an Lösungen für die großen Herausforderungen zu arbeiten. Gemeinsam können wir viel erreichen, also packen wir es an.“ 

Faktenbasierten Klimaschutz mit Wald und Holz voranbringen!

Berlin, 03.11.2016: „Wir begrüßen die klare Haltung des Bundeslandwirtschaftsministers Christian Schmidt zum Klimaschutzplan 2050 [KSP] und stehen als Branche geschlossen hinter ihm. Ambitionierter Klimaschutz kann nicht unter unangemessenem Zeitdruck und ohne entsprechende Berücksichtigung umfassender wissenschaftlicher Erkenntnisse gelingen!“, so Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates [DFWR].

Der DFWR hat in den vergangenen Wochen und Monaten wiederholt darauf hingewiesen, dass die ambitionierten Klimaschutzziele von Paris für den Fortbestand unserer Wälder sowie eine lebenswerte Zukunft essentiell sind. Deshalb befürwortet der DFWR ausdrücklich die Initiative der Bundesregierung, den Klimaschutz als prioritäres Staatsziel im globalen Kontext zu verfolgen. Die Bundesregierung schafft damit die Grundlagen für eine nachhaltige Wald- und somit Gesellschaftsentwicklung. Der vom Bundesumweltministerium vorgelegte Entwurf des Klimaschutzplans 2050 lässt wesentliche Beitragsmöglichkeiten des waldbasierten deutschen Wirtschaftsclusters Forst & Holz jedoch unberücksichtigt.

Das Dokument ist somit nicht geeignet, dem Anspruch eines bundesdeutschen Leitbildes bzw. Maßstabes gerecht zu werden. Die gegenwärtigen Positionen widerstreben nicht nur vielfach den Klimaschutzzielen, sondern gefährden den Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes als das für die Lebensraumsicherung und den Klimaschutz bedeutungsvollste Landökosystem.

„Wir haben dem Bundesumweltministerium unsere guten Argumente, die auf gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren, an verschiedenen Stellen mitgeteilt. Wir wollen nicht Klimaschutz verhindern, sondern zusätzliche Klimaschutzpotentiale einbringen. Es scheint aber so, als wolle Umweltministerin Hendricks einen Klimaschutzplan ohne die Anhörung der Hauptbetroffenen verabschieden. Ich kann nur noch einmal an das Umweltministerium appellieren, den Alleingang zu beenden, unsere Argumente aufzunehmen und damit die Klimaschutzeffekte des Klimaschutzplans 2050 erheblich zu steigern. Dies wäre im Sinne  eines international beispielgebenden Klimaschutzes und damit einer nachhaltigen Entwicklung von Wald und Menschheit!“, so Präsident Schirmbeck weiter.

Weiterführende Informationen unter: http://dfwr.de/index.php/positionen

Präsident des DFWR ruft die Branche Forst und Holz zu Pflanzaktionen für 2017 auf

Seit dem 13. Oktober 2016 ist es offiziell, die Fichte ist der Baum des Jahres 2017. Damit wurde vom Kuratorium „Baum des Jahres“ erstmals der wichtigste Holzlieferant in Deutschland gewürdigt. Die Forstwirtschaft in Deutschland begrüßt diese Entscheidung. Die Fichte ist ein wichtiges Rückgrat für die heimische Forst- und Holzwirtschaft, sie schafft Arbeitsplätze im ländlichen Raum und trägt maßgeblich zum Klimaschutz bei. Gleichzeitig ist sie aber auch vom Klimawandel bedroht.

„Wir dürfen die Fichte nicht verlieren, sondern müssen ihren Anteil dauerhaft auf geeigneten Standorten und in der Mischung mit anderen Baumarten sichern“, warnt Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates. „Die Fichte ist eine Schlüsselbaumart für die nachhaltige Forst- und Holzwirtschaft und Identifikationsobjekt für ganze Regionen.“ Die Bereitstellung von nachwachsenden Rohstoffen, die – wie Fichtenholz – nicht aufwendig chemisch oder technisch verändert werden müssen, können fossile und energieintensive Rohstoffe ersetzen. Das schont das Klima und verheißt auch für nachkommende Generationen eine bessere Zukunft.

Georg Schirmbeck ruft deshalb zu Pflanzaktionen und zu Veranstaltungen rund um die Baumart Fichte auf. Im Rahmen des „Tag des Waldes“ am 21. März oder „Tag des Baumes“ am 25. April bieten sich solche öffentlichkeitswirksamen Aktionen im besonderen Maße an. Die Branche Forst und Holz soll sich bewusst zu der Baumart Fichte bekennen und sich entschieden gegen das teilweise negative Image der Fichte stellen, indem für ihren Anbau auf geeigneten Standorten geworben wird.

 

Zum Hintergrund:

Nach 27 Jahren ‚Baum des Jahres‘ wurde erstmalig die Fichte gewählt. Mit einem Anteil von 25 % an der Waldfläche ist sie häufigste Baumart Deutschlands. Wie keine andere Baumart polarisiert die Fichte. Ihr Anbau wird unter Forstleuten, Waldbesitzenden und Naturschützern seit Jahrzehnten stark diskutiert, nicht erst seit den Jahrhundertorkanen des Jahres 1990.

Die Beliebtheit des Fichtenholzes hängt bis zum heutigen Tag auch mit dessen Eigenschaften zusammen: Fichtenholz ist ein wahrer Alleskönner und es eignet sich hervorragend zum Bauen und Konstruieren. Der Großteil des Fichtenholzes wird, im Gegensatz zu anderen Baumarten, hauptsächlich zum Bauen von Häusern eingesetzt. Daraus ergibt sich ihre besondere Leistung für den Klimaschutz: Durch die Verwendung von Fichtenholz als Baustoff oder auch als Energieträger werden andere klimaschädliche Stoffe wie Stahl oder Öl eingespart. Insbesondere durch die Verarbeitung zu Dachstühlen, Fußböden oder Möbeln wird Kohlenstoff der Atmosphäre entzogen und langfristig gebunden.

Die vielseitige Verwendung der Fichte in Verbindung mit ihrem schnellen Wachstum führen zu guten Erträgen der Waldeigentümer. Andererseits birgt der Anbau der Fichte in Reinbeständen auf ungeeigneten Standorten jedoch Gefahren durch Sturmschäden und Borkenkäferbefall. Deswegen setzt die Forstwirtschaft im Rahmen eines naturnahen Waldbaus seit Jahrzehnten auf die behutsame Umwandlung von reinen Fichtenwäldern in stabile Mischwälder. Anders als in der Landwirtschaft dauern diese Veränderungen aber, aufgrund des langsamen Wachstums der Bäume, viele Jahrzehnte.

 

Die Fichte:

In Deutschland kommt die Fichte, wissenschaftlicher Name Picea abies, von Natur aus in höheren Lagen der Mittelgebirge und den Alpen vor, wo sie oberhalb von 1.000 Metern auch oft natürliche Reinbestände bildet. Der gerade Stamm und der etagenweise Aufbau der Äste sind typisch für die Fichte. Die länglichen, braunen Zapfen hängen von den Zweigen herab und fallen im September zu Boden. Fichtennadeln sind spitz und stechen bei Berührung. Der Nähstoffbedarf der Baumart ist – bei guten Wuchsleistungen – gering. Stockt sie nicht standortgerecht, ist sie anfällig für Sturmwurf, Rotfäule und Borkenkäferschäden. Das Holz ist relativ leicht, fest und elastisch. Es eignet sich als Bauholz, für Möbel und als Rohstoff in der Papierindustrie. Seit knapp zwei Jahrhunderten prägt die Fichte den deutschen Wald. Ende des 18. Jahrhunderts war ein großer Teil der Wälder heruntergewirtschaftet, der Bedarf an Bauholz, Brennmaterial und Weidefläche groß. Die Fichte eignete sich als anspruchslose Baumart hervorragend zur Wiederaufforstung devastierter Standorte. Wo ursprünglich Laubwälder stockten, wuchsen bald reine Wälder aus gleichaltrigen Fichten heran, die große Mengen Holz lieferten.

Baum des Jahres 2017 - Die Fichte

Die Fichte ist Baum des Jahres 2017 – Vom Brotbaum zur bedrohten Art?

  • Fichte ist wichtigster Holzlieferant, Klimaschützer und gleichzeitig umstritten
  • Zukunft der Fichte durch den Klimawandel gefährdet

Berlin, 13.10.16: Die ‚Baum des Jahres - Dr. Silvius Wodarz Stiftung‘ hat die Fichte als Baum des Jahres 2017 ausgerufen. Damit wurde vom Kuratorium erstmals der wichtigste Holzlieferant in Deutschland gewürdigt. Die Forstwirtschaft in Deutschland begrüßt diese Entscheidung, denn sie schärft den Blick für den Spagat, vor dem die Forstleute stehen: „Selbstverständlich wird sich an der Baumart Fichte gerieben, weil sie in der Vergangenheit zum Teil nicht an den richtigen Orten gepflanzt wurde. Die Fichte ist ein wichtiges Rückgrat für die heimische Forst- und Holzwirtschaft, sie schafft Arbeitsplätze im ländlichen Raum und trägt maßgeblich zum Klimaschutz bei, ist aber gleichzeitig vom Klimawandel bedroht“, sagt Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates.

Nach 27 Jahren ‚Baum des Jahres‘ wird erstmalig die Fichte gewählt. Mit einem Anteil von 25 % an der Waldfläche ist sie häufigste Baumart Deutschlands. Wie keine andere Baumart polarisiert die Fichte. Ihr Anbau wird unter Forstleuten, Waldbesitzenden und Naturschützern seit Jahrzehnten stark diskutiert, nicht erst seit den Jahrhundertorkanen des Jahres 1990.

Dabei gilt die Fichte als Symbolbaum für eine gelungene Wiederbewaldung in Deutschland. Im Zuge der Wiedergutmachungs- und Schadenersatzleistungen nach den beiden Weltkriegen waren durch Zusatzhiebe und Mehreinschläge – so genannte „Reparationshiebe“ – in Deutschland riesige Kahlflächen entstanden. Beim Wiederaufbau unserer Wälder durch die deutsche Forstwirtschaft hat sich die Fichte seinerzeit große Verdienste erworben. Mit ihrer Hilfe konnten die kahlen Flächen zügig wiederbewaldet werden. Denn: Das Saatgut der Fichte war einfach und in großen Mengen zu gewinnen und somit ließen sich die dringend benötigten Pflanzen für die riesigen Kahlflächen einfach nachziehen.

Die Beliebtheit des Fichtenholzes hängt bis zum heutigen Tag auch mit dessen Eigenschaften zusammen: Fichtenholz ist ein wahrer Alleskönner und es eignet sich hervorragend zum Bauen und Konstruieren. Der Großteil des Fichtenholzes wird, im Gegensatz zu anderen Baumarten, hauptsächlich zum Bauen von Häusern eingesetzt. Daraus ergibt sich ihre besondere Leistung für den Klimaschutz: Durch die Verwendung von Fichtenholz als Baustoff oder auch als Energieträger werden andere klimaschädliche Stoffe wie Stahl oder Öl eingespart. Insbesondere durch die Verarbeitung zu Dachstühlen, Fußböden oder Möbeln wird Kohlenstoff der Atmosphäre entzogen und langfristig gebunden.

Die vielseitige Verwendung der Fichte in Verbindung mit ihrem schnellen Wachstum führen zu guten Erträgen der Waldeigentümer. Andererseits birgt der Anbau der Fichte in Reinbeständen auf ungeeigneten Standorten jedoch Gefahren durch Sturmschäden und Borkenkäferbefall. Deswegen setzt die Forstwirtschaft im Rahmen eines naturnahen Waldbaus seit Jahrzehnten auf die behutsame Umwandlung von reinen Fichtenwäldern in stabile Mischwälder. Anders als in der Landwirtschaft dauern diese Veränderungen aber, aufgrund des langsamen Wachstums der Bäume, viele Jahrzehnte.

Da die Fichte gut bei niedrigeren Temperaturen und hohen Sommerniederschlägen wächst, hat sie ein großes Problem mit dem drohenden Klimawandel.

„Wir dürfen die Fichte nicht verlieren, sondern müssen ihren Anteil dauerhaft auf geeigneten Standorten und in der Mischung mit anderen Baumarten sichern“, warnt Schirmbeck. „Die Fichte ist eine Schlüsselbaumart für die nachhaltige Forst- und Holzwirtschaft und Identifikationsobjekt für ganze Regionen.“ Die Bereitstellung von nachwachsenden Rohstoffen, die – wie Fichtenholz – nicht aufwendig chemisch oder technisch verändert werden müssen, können fossile und energieintensive Rohstoffe ersetzen. Das schont das Klima und verheißt auch für nachkommende Generationen eine bessere Zukunft.

 

Hintergrundinformation

In Deutschland kommt die Fichte, wissenschaftlicher Name Picea abies, von Natur aus in höheren Lagen der Mittelgebirge und den Alpen vor, wo sie oberhalb von 1.000 Metern auch oft natürliche Reinbestände bildet. Der gerade Stamm und der etagenweise Aufbau der Äste sind typisch für die Fichte. Die länglichen, braunen Zapfen hängen von den Zweigen herab und fallen im September zu Boden. Fichtennadeln sind spitz und stechen bei Berührung. Der Nähstoffbedarf der Baumart ist – bei guten Wuchsleistungen – gering. Stockt sie nicht standortgerecht, ist sie anfällig für Sturmwurf, Rotfäule und Borkenkäferschäden. Das Holz ist relativ leicht, fest und elastisch. Es eignet sich als Bauholz, für Möbel und als Rohstoff in der Papierindustrie. Seit knapp zwei Jahrhunderten prägt die Fichte den deutschen Wald. Ende des 18. Jahrhunderts war ein großer Teil der Wälder heruntergewirtschaftet, der Bedarf an Bauholz, Brennmaterial und Weidefläche groß. Die Fichte eignete sich als anspruchslose Baumart hervorragend zur Wiederaufforstung devastierter Standorte. Wo ursprünglich Laubwälder stockten, wuchsen bald reine Wälder aus gleichaltrigen Fichten heran, die große Mengen Holz lieferten.

Deutscher Forstwirtschaftsrat begrüßt Erhöhung der forstlich relevanten Haushaltsposten

Berlin, 28.10.2016: DFWR-Präsident Georg Schirmbeck begrüßt die Aufstockung der Bundesmittel für forstliche Belange. „Die deutsche Forstwirtschaft genießt weltweites Ansehen und ist Vorbild für eine nachhaltige Ressourcennutzung in Verbindung mit zahlreichen Wohlfahrtsleistungen für die Gesellschaft. Um die Herausforderungen u.a. mit Blick auf die steigende Weltbevölkerung und den Klimawandel meistern zu können, brauchen wir eine herausragende Forschung und die Einsicht in der Gesellschaft, dass der Wald und die deutsche Forstwirtschaft einen wichtigen Beitrag hierzu leisten. Daher begrüße ich ausdrücklich die zusätzlichen Bundesmittel für unsere Branche, bedanke mich beim Haushaltsauschuss des deutschen Bundestages und insbesondere bei Cajus Caesar MdB für sein persönliches Engagement im Sinne der deutschen Forstwirtschaft“, so Schirmbeck.

Die Forst- und Holzwirtschaft wird verstärkt mit drei Schwerpunktbereichen gefördert:

1. Für die „Nachhaltige nationale Waldwirtschaft“ werden zusätzliche 4 Mio. Euro (vorher 6 Mio. Euro) zur Verfügung gestellt. Über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe [FNR] werden vornehmlich Projekte für die praxisorientierte Forschung und Entwicklung gefördert.

2. Die „Internationale nachhaltige Waldwirtschaft“ wird nunmehr mit 6,5 Mio. Euro gefördert, einem Plus von 1 Mio. Euro. Mit diesen Mitteln soll der jährlichen Zerstörung von 13 Mio. Hektar Waldfläche und dem damit verbundenen Kohlenstoffausstoß entgegengewirkt werden.

3. Im Rahmen der institutionellen Förderung erhält die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. zusätzliche 100.000 Euro, um mehr Menschen den Wald im Rahmen waldpädagogischer Angebote näher zu bringen.

Die Branche Forst und Holz ist angehalten, Projekte anzustoßen, die über diese Mittel gefördert werden können, um so einen Beitrag zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung und zum Klimaschutz zu leisten.

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