Georg Schirmbeck MdB a.D.

Präsident

Georg Schirmbeck ist seit 2007 Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates und seit November 2009 Vorstandsmitglied der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. Als direkt gewählter Abgeordneter (CDU) im Wahlkreis Osnabrück-Land gehörte Georg Schirmbeck von 2002 bis 2013 dem Deutschen Bundestag an. Als ordentliches Mitglied im Haushalts- und Rechnungsprüfungsausschuss des Deutschen Bundestages, sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat Georg Schirmbeck land- und forstpolitische Debatten maßgeblich geprägt.

Forstpolitisch aktiv ist Schirmbeck seit dem Jahr 2001, in dem er zum Vorsitzenden des Waldbesitzerverbandes Weser-Ems und Mitglied im Hauptausschuss der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände gewählt wurde.

Sein Einsatz für soziale Belange zeigt sich nicht nur in seinem langjährigen Engagement für die Belmer Integrationswerkstatt und das Berufsbildungswerk Osnabrücker Land, sondern auch international durch seine Unterstützung als Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Sankt Barbara, die in ehemaligen Kriegsgebieten Landminen räumt und Entwicklungshilfe leistet. Der verheiratete Vater zweier erwachsener Kinder wohnt mit seiner Frau auf dem elterlichen Hof in Ohrbeck im Landkreis Osnabrück.

Norbert Leben

Vize-Präsident

Als Waldbesitzer und Präsident des Niedersächsischen Waldbesitzerverbandes kennt Herr Leben die Wünsche und Sorgen der Waldbesitzer aus erster Hand. Sein Credo: Wenig reden, viel handeln! Er setzt sich als ausgewiesener Experte besonders für die Anerkennung und finanzielle Abgeltung der Wasserdienstleistungen der Forstbetriebe ein. Darüber hinaus liegt sein Augenmerk auf der Entwicklung der forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse.

Roland Burger

Präsidiumsmitglied

DFWR-Präsidiumsmitglied Roland Burger ist Bürgermeister der im badischen Odenwald liegenden Stadt Buchen. Der Forstbetrieb des im Ländlichen Raum gelegenen, rund 18.000 Einwohner zählenden Mittelzentrums gehört mit ca. 3.300 Hektar Stadtwald zu den größten Kommunalforsten im Südwesten. Bei der Genossenschaft „Forstliche Vereinigung Odenwald-Bauland eG“, einem regionalen Vermarktungsdienstleister für Rundholz (angeschlossene Waldfläche ca. 37.000 Hektar) steht er an der Spitze des Aufsichtsrates. In Baden-Württemberg gibt es ca. 260.000 Waldbesitzer – ländliche Gemeinden, Großstädte, Waldbauern und große private Familienbetriebe. Ihnen gehören über 1 Million Hektar Wald. Das sind 3/4 des baden-württembergischen Waldes. Roland Burger vertritt als Präsident der Forstkammer Baden-Württemberg deren Interessen. Zudem sitzt der studierte Verwaltungs- und Finanzfachmann dem Forstausschusses der kommunalen Landesverbände des mit ca. 500.000 Hektar kommunalwaldreichsten Bundeslandes vor.

Dr. Karl-Heinz Frieden

Dr. Karl-Heinz Frieden ist seit 2018 Mitglied des Präsidiums des DFWR. Der studierte Agrarwissenschaftler war zunächst bei der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz als Weinbauamtsleiter tätig, bevor er 2006 zum hauptamtlichen Beigeordneten der Verbandsgemeinde Konz gewählt wurde. Von 1990 bis zur Wahl als hauptamtlicher Beigeordneter in Konz war er ehrenamtlicher Ortsbürgermeister seiner Heimatgemeinde Nittel an der Obermosel. 2008 wurde er als Bürgermeister der Stadt und Verbandsgemeinde Konz gewählt. Seit Anfang 2018 ist er geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz.
Herr Dr. Frieden vertritt im DFWR die Interessen des Kommunalwaldes. Er sieht die Forstwirtschaft der waldbesitzenden Städte und Gemeinden seit Jahrzehnten als Garant für Nachhaltigkeit, Erholung und Holznutzung. Ein großes Augenmerk legt Frieden daher auch auf die ökonomische Tragfähigkeit der kommunalen Forstbetriebe.

Max Reger

Präsidiumsmitglied

Max Reger leitet seit 2007 die Abteilung Waldwirtschaft im baden-württembergischen Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Seit 2009 ist er Leitender Geschäftsführer des Landesbetriebs ForstBW und damit für die Bewirtschaftung und das Management von ca. 330.000 Hektar Staatswald verantwortlich. Sein besonderer Einsatz dient dem Umbau der Wälder im Klimawandel im Rahmen einer integrativen naturnahen Waldbewirtschaftung. In einer nachhaltigen Verwendung von Holz im Holzbauland Nummer 1 sowie in der Stärkung des Clusters Forst und Holz sieht er wesentliche Grundlage für die Entwicklung der Ländlichen Räume. Herr Reger ist stellvertretender Vorsitzender im Verwaltungsrat der Murgschifferschaft, einer großen Waldgenossenschaft des privaten Rechts. Als Aufsichtsratsmitglied in der BIOPRO Baden-Württemberg und der Klimaschutz- und Energieagentur setzt er sich für innovative Verwendungen von nachwachsenden Rohstoffen ein.

Carsten Wilke

Präsidiumsmitglied

Carsten Wilke ist Leiter der Forstabteilung im Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und Chef der Hessischen Landesforstverwaltung. Seine weiteren Aufgabengebiete umfassen die Bereiche Jagd- und Fischereiwesen. Der Wald auf über 42 % der Landesfläche Hessens hat eine enorme Bedeutung für die biologische Vielfalt. Diese Belange bringt Herr Wilke in seine Tätigkeit in den Vorständen der Stiftung Natura 2000 und der Stiftung Hessischer Naturschutz ein. Letztere wurde von der Landesregierung errichtet, um aus den Erträgen die Belange des Vertragsnaturschutzes in Wald-FFH-Gebieten mit den privaten und kommunalen Zielen der Waldbesitzer zu vereinbaren. Weiterhin ist Herr Wilke Vorstandsvorsitzender der Georg-Ludwig-Hartig-Stiftung. Hartig (1764-1837) zählt zu den forstlichen Klassikern, der die nachhaltige Forstwirtschaft in Deutschland entscheidend geprägt hat. Da ihm die internationale und globale Dimension der Forstwirtschaft ein wichtiges Anliegen ist, arbeitete Wilke wiederholt als Gutachter in Projekten der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit. Herr Wilke ist seit 2009 Präsident des Deutschen Forstvereins, der als älteste und mit 7.000 Mitgliedern eine der größten forstlichen Interessenvertretungen in Deutschland ist. Der DFV ist Mitglied des DFWR. Weiterhin ist er im Vorstand der Stiftung des Privatrechts Hessischer Jägerhof in Kranichstein bei Darmstadt und im Vorstand des Kompetenzzentrums Hessen Rohstoffe (HERO) e. V. in Witzenhausen tätig.

Dr. Carsten Leßner

Präsidiumsmitglied

Dr. Carsten Leßner leitet die oberste Forst- und oberste Jagdbehörde des Landes Brandenburg im Landwirtschaftsministerium. Brandenburg ist mit 1,1 Millionen Hektar ein waldreiches Land, welches mit über 60 % Privatwald seinen forstpolitischen Schwerpunkt bei dieser Eigentumsart sieht. Multifunktionale Forstwirtschaft mit Eigenverantwortung der Waldbesitzer sowie beratender und fördernder Unterstützung durch die Forstverwaltung ist das Ziel seiner forstpolitischen Arbeit. Die Zusammenführung aller Interessen der Waldeigentümer bildet dabei auch den Kernpunkt seiner Tätigkeit im DFWR Präsidium. Dass angepasste Wildbestände der Schlüssel für stabile, klimatolerante und ökologisch wie ökonomisch wertvolle Wälder sind, spielt bei vielen forst- und jagdpolitischen Entscheidungen eine bedeutende Rolle, ebenso wie die forstliche Forschung und das forstliche Versuchswesen. All dies schafft dabei die Grundlage für langfristige Entscheidungen der Waldbesitzer, die es weiterhin zu unterstützend gilt.