Neben rund 100 Vertretern aus den Gewerkschaftsreihen von Bundesforst konnte BDF-Bundesforst-Vorsitzender Arno Fillies auch eine Reihe Fachpolitiker des Deutschen Bundestages begrüßen – darunter den Vorsitzenden des Landwirtschaftsausschusses, Hermann Färber (CDU), sowie die waldpolitischen Sprecherinnen und Sprecher Isabel Mackensen-Geis (SPD) und Karlheinz Busen (FDP) sowie den Entwicklungspolitiker und Forstmann Dr. Christoph Hoffmann.

Neben den Tarifabschlüssen und der Transformation der forstlichen Berufsbilder dominierten bundespolitische Vorhaben die Tagung. DFWR-Präsident Schirmbeck appellierte für eine verantwortungsvolle Waldpolitik, zu der auch die Fortführung des durch den Waldbesitz anerkannten Fördersystems GAK gehöre. „Die Mittel müssen ab 2024 verstetigt und mit notwendigen Aufwüchsen versehen werden. Eine Überführung dieses eingespielten Systems in die Zuständigkeit anderer Ressorts führt zu erheblichen Brüchen in der Förderkulisse und damit zu einer Verzögerung des Waldumbaus im kommenden Jahr. Davor warne ich eindringlich!“, so Schirmbeck. Der Kabinettsbeschluss zum Gebäudeenergiegesetz (GEG) war ein weiteres präsentes Thema. „Für eine dynamische und funktionsfähige Waldbewirtschaftung ist die Sicherstellung umfassender Verwertungsmöglichkeiten aller Holzsortimente unabdingbar. Fehlt diese ökonomisch sowie ökologisch bedeutsame Grundlage, wird die notwendige Entwicklung und Anpassung unserer Wälder erheblich verzögert und erschwert. Energetische Holznutzung ist und bleibt eine wichtige erneuerbare und regional beziehbare Energiequelle, insbesondere im Wärmebereich. Dies muss für Bestandsbauten ebenso gelten wie für zukünftige Neubauten. Ich bin froh, dass sich in den letzten Tagen quer durch die Regierungsfraktionen eine breite Allianz hierfür einsetzt“, so Schirmbeck weiter.

Bundesfinanzminister Christian Lindner, dessen Ressort über die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) den Bundesforst verantwortet, war als Ehrengast zugegen und stand Försterinnen und Förstern Rede und Antwort zur Transformation im Forstdienst und zur Forstwirtschaft insgesamt. Der Wald sei auch ein Wirtschaftsgut, so Lindner: „Ich bin überzeugt davon, wir brauchen einen starken und gesunden Wald in Deutschland, damit seine unterschiedlichen Funktionen für die Zukunft erhalten bleiben. Dafür brauchen wir den Bundesforst als grünes Facility-Management. Ich danke Ihnen als zuständiger Minister ausdrücklich für den großartigen Einsatz. Damit meine ich alle über 1200 Persönlichkeiten, die für den Bundesforst tätig sind. Der Bundesforst hat zu Recht einen sehr guten Ruf als kompetenter und verlässlicher Partner aller Waldnutzer. Vielen Dank für Ihr Wirken.“

Auch die Herausforderungen und zukünftigen Aufgaben sprach Lindner an: „Natürlich gibt es politische Fragen im Zusammenhang mit den vielfältigen Möglichkeiten, die das Holz wirtschaftlich bietet. Ich habe Sympathie dafür, Holz auch als ein Erfüllungstatbestand für die neuen Vorgaben energieeffizienten Heizens zu definieren“, so Lindner, der auch für diese Aussagen Applaus erntete. Mit Blick auf die Vorbildfunktion Deutschlands für den klimabedingten und klimaresistenten Waldumbau, auf den Fortbestand der forstlichen Förderung durch die GAK untermauerte der Bundesminister: „Wir wollen finanziell möglich machen, was für den Waldumbau nötig ist, um vor allem die Waldbesitzenden bei der Bewältigung dieser Aufgabe zu unterstützen.“ Am Rande der Veranstaltung sorgte Waldliebhaber Lindner erneut für heitere Stimmung. Er folge nun auch dem Instagram Profil „forsthaus3.0“ des Bundesforstes, was auch die jungen Forstleute erfreute.

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