Forstwirtschaft und Kalkbranche würdigen wissenschaftlich begleitetes Engagement für gesunde Waldböden
Berlin, 13. Oktober 2026 – Der Bodenschutzpreis 2026 des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) und des Kalkverbandes Agrar im Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie geht an das Land Baden-Württemberg. Stellvertretend für das Land nahm Forstministerin Marion Gentges die Auszeichnung im Rahmen eines parlamentarischen Abends in Berlin entgegen.
Bitte beachten Sie das beigefügte Pressefoto zu Ihrer freien Verwendung. Bildnachweis: Siefker/DFWR (v.l.n.r.: Dr. Alexander Schmithausen, Geschäftsführer Kalkverband Agrar; Rolf Werner, Vorsitzender Kalkverband Agrar, Marion Gentges, Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat des Landes Baden-Württemberg; Martina Englhardt-Kopf, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat; Christian Haase, Präsident DFWR; Axel Miske, Geschäftsführer DFWR; Georg Schirmbeck, Ehrenpräsident DFWR)
DFWR-Präsident Christian Haase und Rolf Werner, Vorsitzender des Kalkverbandes Agrar, würdigten das langjährige Engagement Baden-Württembergs und betonten die Bedeutung des engen Zusammenspiels von Wissenschaft, Forstpraxis und Politik beim Schutz der Waldböden.
Martina Englhardt-Kopf, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) betonte in ihrem Grußwort:
„Unsere Waldböden haben sich über Jahrhunderte entwickelt. Sie sind die Grundlage gesunder und resilienter Wälder. Daher ist es ungemein wichtig, diese kostbaren Waldböden zu schützen. Der Bodenschutzpreis lenkt die Aufmerksamkeit auf Maßnahmen und Projekte, die eine Vorreiterrolle übernehmen und den Waldboden nachhaltig stärken – und damit entscheidend zur Stabilität und Zukunftsfähigkeit unserer Wälder beitragen. Angesichts des Klimawandels und zunehmender Wetterextreme wird das immer wichtiger: Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass unsere Wälder morgen widerstandsfähiger sind.“
Baden-Württemberg setzt sich seit vielen Jahren für den Schutz und die Stabilisierung seiner Waldböden ein. Die regenerationsorientierte Bodenschutzkalkung wird dabei durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) wissenschaftlich begleitet und gezielt für die Praxis weiterentwickelt.
„Der Schutz aller wichtigen Bodenfunktionen ist fest in der Praxis der Waldbewirtschaftung in Baden-Württemberg verankert. Er reicht vom bodenschonenden Einsatz von Forstmaschinen über den Erhalt einer dauerhaften Waldbedeckung zur Erosionsminderung bis hin zur regenerationsorientieren Bodenschutzkalkung. Auch der Waldumbau und die damit verbundene Förderung von Laubbäumen verbessern die Nährstoffsituation der Waldböden. Ich freue mich über die Verleihung des Bodenschutzpreises an das Land Baden-Württemberg. Er würdigt die Erfolge unserer Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer in Baden-Württemberg und spornt uns an weiter voranzugehen.“
so Marion Gentges MdL, Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat in Baden-Württemberg.
Gesunde Waldböden sind eine unverzichtbare Grundlage für vitale und widerstandsfähige Wälder. Die Bodenschutzkalkung ist dabei keine Düngung zur Ertragssteigerung, sondern dient dazu, durch menschlich verursachte Stoffeinträge und Emissionen entstandene Versauerungsprozesse auszugleichen und ein stabiles Bodenmilieu zu erhalten. Damit trägt sie zum Erhalt wichtiger Bodenfunktionen und zur Widerstandsfähigkeit der Waldökosysteme bei.
Der Deutsche Forstwirtschaftsrat e.V. (DFWR) ist die Stimme für rund zwei Millionen private und öffentliche Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, die die Fläche von etwa 11,4 Millionen Hektar Wald in Deutschland nachhaltig pflegen und bewirtschaften. Die Mitgliedsorganisationen des DFWR vertreten den Privat-, Staats- und Körperschaftswald, die Forstwissenschaft, die mit der Forstwirtschaft verbundenen berufsständischen Verbände und weitere mit der Erhaltung und Förderung des Waldes und der Forstwirtschaft befasste Organisationen.
Der Kalkverband Agrar ist eine selbständige Fachabteilung im Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie e.V. Der Kalkverband Agrar ist zuständig für alle Fragen der Kalkanwendung im Bereich der Land- und Forstwirtschaft einschließlich Futterkalk sowie Teichwirtschaft. Sie wird von den Mitgliedsfirmen getragen, die Düngekalk und Futterkalk produzieren und/oder an die Land- und Forstwirtschaft liefern.
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