Anlässlich der Ausrufung des Baumes des Jahres würdigt der DFWR die Bedeutung von Forschung und Waldmonitoring sowie das Engagement junger Botschafterinnen und Botschafter für die Branche.
Berlin, 04. November 2026 – Die Gemeine Esche ist Baum des Jahres 2027. Ihre Wahl macht auf eine heimische Baumart aufmerksam, deren Zukunft durch das Eschentriebsterben erheblich gefährdet ist. Anlässlich der Ausrufung im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft in Berlin hebt der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) sowohl die Bedeutung der Esche für die heimische Forstwirtschaft als auch die Rolle der neuen Deutschen Baumkönigin Maria Kea Huisinga hervor.
„Das Eschentriebsterben zeigt, wie schnell sich Schadorganismen in einer globalisierten Welt ausbreiten und unsere heimischen Baumarten unter Druck setzen können. Umso wichtiger ist ein kontinuierliches Waldschutzmonitoring, langfristige Investitionen in Forschung und der enge Austausch zwischen Wissenschaft und forstlicher Praxis. Wir müssen die noch vorhandenen vitalen Eschen erhalten und ihre Widerstandsfähigkeit besser verstehen“, erklärt DFWR-Präsident Christian Haase.
Die Esche war über Generationen eine wichtige Baumart für die Forstwirtschaft und das heimische Holzhandwerk. Ihr festes und elastisches Holz wird unter anderem für Werkzeugstiele, Sportgeräte und Möbel verwendet. Ihr Rückgang wäre deshalb nicht nur ein ökologischer, sondern auch ein wirtschaftlicher Verlust.
„Wir dürfen nicht hinnehmen, dass eine für unsere Wälder und die Wertschöpfungskette Holz so wichtige Baumart zunehmend verschwindet. Forschung und Erhaltungsmaßnahmen müssen deshalb konsequent unterstützt werden“, so Haase.
Bitte beachten Sie das beigefügte Pressefoto zu Ihrer freien Verwendung. Bildnachweis (Siefker/DFWR): Ausrufung des Baum des Jahres im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft in Berlin (v.l.n.r.: Stefan Meier, Präsident „Baum des Jahres – Dr. Silvius Wodarz Stiftung“; Steffen Pingen, stellv. Generalsekretär des DBV; Maria Kea Huisinga, Deutsche Baumkönigin; Christian Haase, DFWR-Präsident; Silvia Breher, parlamentarische Staatssekretärin im BMLEH und Schirmherrin des Baum des Jahres)
Baumkönigin auch Botschafterin der Forstwirtschaft
Neben der Baumart selbst rückt der DFWR die Bedeutung des Amtes der Deutschen Baumkönigin in den Mittelpunkt. Die Baumkönigin trägt die Anliegen der Forstwirtschaft in die Öffentlichkeit und macht die Leistungen der Branche sichtbar. Mit Maria Huisinga übernimmt eine junge Frau das Amt, die die Forstwirtschaft aus der Praxis und der Wissenschaft kennt. Auf ihre Ausbildung zur Forstwirtin folgte ein Studium der Forstwirtschaft.
„Diese Kombination aus praktischer Ausbildung und forstlichem Studium ist eine hervorragende Grundlage, um unsere Branche glaubwürdig und fachkundig zu repräsentieren. Wir brauchen engagierte, junge Botschafterinnen und Botschafter, die sich mit der Forstwirtschaft identifizieren und unsere Anliegen in die Gesellschaft tragen“, betont Haase.
Die Bedeutung des Engagements junger Menschen für die Forstwirtschaft hebt Haase besonders hervor: „Mit Maria Kea Huisinga haben wir eine Baumkönigin, die unsere Branche aus eigener praktischer und fachlicher Erfahrung kennt. Ich bin überzeugt, dass sie die Forstwirtschaft hervorragend repräsentieren und gerade auch junge Menschen für unsere Branche begeistern wird“, so der DFWR-Präsident.
Der Baum des Jahres wird jährlich durch die „Baum des Jahres – Dr. Silvius Wodarz Stiftung“ausgerufen.