Laubholzgespräche 2026 verdeutlichen: Die Branche steht vor erheblichen Herausforderungen – verfügt aber über starke Hebel

Würzburg, 10. Juni 2026 – Auf Einladung der Plattform Forst und Holz von DFWR und DHWR diskutierten im Rahmen der Laubholzgespräche 2026 Vertreterinnen und Vertreter aus Waldbesitz, Forstwirtschaft, Sägeindustrie, Holzhandel, Verbänden und Politik über die Lage auf den Märkten, politische Rahmenbedingungen, die künftige Rohstoffverfügbarkeit sowie gemeinsame Ansätze zur Stärkung der stofflichen Laubholznutzung.

Die Teilnehmenden waren sich einig: Die Laubholzbranche steht vor erheblichen Herausforderungen. Politische Nutzungsbeschränkungen, steigende Kosten entlang der Wertschöpfungskette, die schwache Konjunktur sowie die Folgen des Klimawandels setzen Forst- und Holzwirtschaft gleichermaßen unter Druck.

„Die Laubholzgespräche haben gezeigt, dass die Herausforderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette nur gemeinsam bewältigt werden können. Von der Rohstoffbereitstellung bis zum Endprodukt brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen und starke Märkte für heimisches Laubholz“, erklärte Axel Miske, Geschäftsführer des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) und der Plattform Forst und Holz.

Im besonderen Fokus stand die Eiche als wichtigste heimische Laubholzart. Klimastress, Extremwetterereignisse und zunehmender Schädlingsbefall wirken sich zunehmend auf Qualität und Verfügbarkeit des Rohstoffs aus. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Akzeptanz natürlicher Holzmerkmale gestärkt werden muss, um das Potenzial heimischer Laubhölzer besser auszuschöpfen.

Die beiden Laubholzsprecher der Plattform, Benjamin Krug (HessenForst) und Patrik Rodlberger (Pollmeier Massivholz), waren sich einig, dass die Marktentwicklung herausfordernd bleibt. Während Waldentwicklungsmodelle langfristig steigende Laubholzvorräte erwarten lassen, sind die Absatzmärkte derzeit von schwacher Nachfrage und wirtschaftlicher Unsicherheit geprägt. Um die vorhandenen Potenziale besser zu nutzen, bedarf es einer stärkeren Förderung der heimischen Laubholznutzung.

Eine wichtige Rolle kommt dabei der öffentlichen Hand zu. Durch öffentliche Beschaffung und Vorzeigeprojekte kann sie zusätzliche Impulse für den Einsatz heimischen Laubholzes setzen. Zudem bedarf es einer engeren Abstimmung zwischen Waldbesitz, Forstwirtschaft, Sägeindustrie und Logistik, um Rohstoffbereitstellung und Verarbeitung effizienter zu gestalten.

Die Laubholzgespräche 2026 machten deutlich: Trotz schwieriger Rahmenbedingungen verfügt die Branche über erhebliche Potenziale. Entscheidend sind eine wirtschaftliche Rohstoffbereitstellung, leistungsfähige Absatzmärkte und eine enge Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

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Bildnachweis: DFWR 

(v.l.n.r. Günther Jauck, Holzkurier; Benjamin Krug, HessenForst; Patrik Rodlberger, Pollmeier Massivholz; Axel Miske, DFWR; Lars Schmidt, DSH; Lukas Freise, AGR)

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