Im Präsidium des Deutschen Forstwirtschaftsrates sind alle drei Waldeigentumsarten vertreten. Die Mitgliederversammlung wählte am 01.06. 2010 in Schwerin für den Privatwald Philipp Freiherr von und zu Guttenberg (Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände), Norbert Leben (Präsident Niedersächsischer Waldbesitzerverband) und Bürgermeister Hans-Günter Fischer (Präsident Waldbesitzerverband für Rheinland-Pfalz) in das Präsidium. Der Landeswald wird durch die Ministerialdirigenten Carsten Wilke (Hessen), Georg Windisch (Bayern) und Peter Wenzel (Sachsen-Anhalt) vertreten. Den Kommunalwald vertritt Verbandsdirektor Winfried Manns im höchsten Gremium des DFWR.
Hans-Günter Fischer, Winfried Manns, Carsten Wilke, Peter Wenzel, Präsident Georg Schirmbeck, Georg Windisch, Vize-Präsident Norbert Leben und Philipp Freiherr von und zu Guttenberg (v.li.n.re.)
DFWR-Präsident Georg Schirmbeck
Der DFWR-Präsident verfügt über große politische Erfahrung, die er von der Pike auf gelernt hat: Kommunalparlament und Kreistag (1976), Niedersächsischer Landtag (1990 - 2002) und Bundestag als Direktkandidat (ab 2002). Er ist Mitglied der Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages und steht in seiner Funktion als Berichterstatter für den Agrarhaushalt in ständigem direkten Kontakt zur politischen Spitze des für die Forstwirtschaft zuständigen Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Als Eigentümer eines traditionellen land- und forstwirtschaftlichen Betriebes ist er von Jugend an mit der land- und forstwirtschaftlichen Praxis vertraut. Seine zupackende pragmatische Art hat sicherlich hier seinen Ursprung.
Sein Credo: "Einigkeit macht stark - der DFWR ist als Dachorganisation die forstpolitischen Stimme in Deutschland!"
Vize-Präsident Norbert Leben
Als Waldbesitzer und Vorsitzender des Niedersächsischen Waldbesitzerverbandes kennt Herr Leben die Wünsche und Sorgen der Waldbesitzer aus erster Hand. Sein Credo: Wenig reden, viel handeln! Er setzt sich als ausgewiesener Experte besonders für die Anerkennung und finanzielle Abgeltung der Wasserdienstleistungen der Forstbetriebe ein.
Hans-Günter Fischer
DFWR-Präsidiumsmitglied Hans-Günter Fischer ist hauptamtlicher Bürgermeister und ehrenamtlicher Präsident des Waldbesitzerverbandes in Deutschlands waldreichstem Bundesland Rheinland-Pfalz. Sein enges Netzwerk stammt schon aus der Zeit seiner Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag, danach unter Prof. Klaus Töpfer im Leitungsbereich des Bundesumweltministeriums, von wo aus er zu einem mittelständischen deutschen und europäischen Verband der Recyclingwirtschaft wechselte und diesen als Hauptgeschäftsführer mit hoher Fachkenntnis und viel politischem Gespür zu einem bei Bund und Ländern anerkannten Gesprächspartner ausbaute. Dem gelernten Volkswirt und langjährigen GmbH-Geschäftsführer sind die privaten wie die öffentlichen Belange der Wald- und Forstwirtschaft und der Ausgleich von Interessen bestens vertraut.
Winfried Manns
Als Verbandsdirektor und geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz vertritt Herr Manns die Interessen des Kommunalwaldes im DFWR. Die Harmonie der drei Säulen der forstlichen Nachhaltigkeit, der Ökonomie, der Ökologie und des Sozialen sind ihm angesichts des immer mehr erweiterten Nutzungsspektrums des Waldes ein besonderes Anliegen.
Philipp Freiherr von und zu Guttenberg
Philipp Freiherr von und zu Guttenberg – verheiratet, drei Kinder – ist Leiter des eigenen Forstbetriebes mit Flächen in Österreich und Deutschland. Mit seinen Erfahrungen aus der forstlichen Praxis setzt er sich schon seit Jahren für die Interessen der Waldbesitzer ein. Bis zu seiner Wahl zum Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. im März 2010 engagierte er sich als Obmann im Interessenverband der steirischen Land & Forstbetriebe und der der steirischen Landwirtschaftskammer. Vor zwei Jahren wurde der studierte Forstwirt und Ökologe in den Vorstand des Bayerischen Waldbesitzerverbandes gewählt und hat seit 2007 das Amt des Vizepräsidenten des Europäischen Waldbesitzerverbandes (CEPF) inne.
Peter Wenzel
Peter Wenzel ist Leiter der Abteilung Veterinärwesen, Forsten und Liegenschaften im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt. Er hat den Forstberuf mit Facharbeiterlehre und nachfolgendem Studium in Tharandt von der Pike auf gelernt und repräsentiert die neuen Länder im Präsidium des DFWR. Herr Wenzel hat auch Erfahrungen im Naturschutz sammeln können, er steht für eine nachhaltige, multifunktionale Forstwirtschaft mit wirtschaftlichem Erfolg, auch im öffentlichen Wald. Seit Dezember 2004 ist er Vorsitzender des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF).
Carsten Wilke
Carsten Wilke leitet die Abteilung Forsten und Naturschutz im Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. In dieser Funktion ist er oberster Fachbeamter des Naturschutzes in Hessen. In der Bund/Länderarbeitsgemeinschaft Naturschutz, Landschaftspflege und Erholung (LANA) sind die Vertreter der obersten Naturschutzbehörden der Bundesländer und der Bund zusammengeschlossen, die über die Schwerpunktthemen des Naturschutzes zu beraten und fachliche Beschlüsse der Umweltministerkonferenz vorbereiten. Mit der praktischen Erfahrung als früherer Forstamtsleiter setzt sich Herr Wilke in diesem wichtigen Gremium für unbürokratische und sachbezogene Lösungen in der Zusammenarbeit von Forstwirtschaft und Naturschutz ein.
Herr Wilke ist u. a. Mitglied im Vorstand der Stiftung Hessischer Naturschutz und der Stiftung Natura 2000. Diese hessische Stiftung wurde von der Landesregierung errichtet, um aus den Erträgen Maßnahmen des Vertragsnaturschutzes im Wald - FFH-Gebieten mit privaten und kommunalen Waldbesitzern vereinbaren zu können.
Georg Windisch
Als Leiter der Abteilung Wald und Forstwirtschaft – Forstverwaltung – im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten kommt Georg Windisch aus dem waldreichsten Bundesland. Sein besonderer Einsatz gilt neben dem Ausbau des Clusters Forst und Holz dem Umbau der Wälder in klimatolerantere standortgerechte Mischbestände. Herr Windisch sieht darin einen wesentlichen Schlüssel für eine dringend notwendige umfassende ökonomische und ökologische Daseinsvorsorge.