22. Mai Tag der biologischen Vielfalt

DFWR-Präsident Schirmbeck: „Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung trägt ganz wesentlich zur biologischen Vielfalt im Wald bei!“

 

 

                        Berlin, 22. Mai.  Wälder und deren nachhaltige Bewirtschaftung führen zu einer besonderen Vielfalt und sind für die Biodiversität, den Klimaschutz, die Bereitstellung von erneuerbaren Rohstoffen sowie die Reinigung von Luft und Wasser von großer Bedeutung. Am 22. Mai, dem internationalen Tag der biologischen Vielfalt, gilt es deshalb den Wald und die Waldbesitzenden in den Fokus zu rücken. „Waldbesitzende und Forstleute spielen eine Schlüsselrolle dabei, mit einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung die biologische Vielfalt in den Wäldern zu erhalten und zu fördern“, sagt Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates e. V. (DFWR). Wälder bieten Lebensraum für unzählige Tiere, Pflanzen und Pilze. „Neben der Artenvielfalt ist auch die genetische Vielfalt ein wichtiger Baustein bei der Anpassung der Wälder an den Klimawandel“, betont Schirmbeck. Die genetische Variabilität einer Baumart erhöht die Chancen die Individuen zu finden, die zum Beispiel mit weniger Niederschlag und höheren Temperaturen auskommen.

Der aktuelle Bericht zur Lage der Natur des Bundesumweltministeriums bescheinigt dem Lebensraum Wald und den Waldarten eine positive Entwicklung. Der aktuelle Nationale Vogelschutzbericht 2019 vom Bundesamt für Naturschutz „Vögel in Deutschland“ dokumentiert eine deutliche Zunahme der Waldvögel. „Waldbesitzende und Forstleute freuen sich über diese Entwicklung und bestärkt sie in ihrem Engagement, sich für die Biodiversität im Wald einzusetzen“, betont der DFWR-Präsident.

Wirtschaftswälder zählen außerdem zu den Landnutzungsformen mit der höchsten Naturnähe in Deutschland. Unter dem zunehmenden Einfluss des Klimawandels ist es wichtiger denn je, unsere Wälder zu erhalten, an den Klimawandel anzupassen und damit auch die biologische Vielfalt weiter zu fördern. Diese ist in diesem Zusammenhang wichtig für die Stabilität und Anpassungsfähigkeit unserer heimischen Wälder. Darüber hinaus stellt die nachhaltige Waldbewirtschaftung mit der erneuerbaren Ressource Holz einen unverzichtbaren Beitrag zu einer grünen und widerstandsfähigen Wirtschaft dar und ist gleichzeitig Basis einer gesunden Gesellschaft.

Weitere Informationen:

Internationalen Tag der Biologischen Vielfalt
Seit 2001 wird der 22. Mai als Internationaler Tag der biologischen Vielfalt gefeiert. Er erinnert an den 22. Mai 1992, an dem der Text des Übereinkommens über die biologische Vielfalt offiziell angenommen wurde. Artenvielfalt, auch Artendiversität genannt, ist ein Maß für die Vielfalt der biologischen Arten innerhalb eines Lebensraumes oder geographischen Gebietes und somit für die Vielfalt von Flora und Fauna.

Das Informationspapier "Die Lage der Natur in Deutschland" sowie die Ergebnisse von FFH- und Vogelschutzbericht finden Sie hier.

Hintergrund zum Nationalen Vogelschutzbericht 2019 des Bundesamt für Naturschutz

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR)
Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) gibt der Forstwirtschaft eine Stimme. Er ist die repräsentative Vertretung aller mit der Forstwirtschaft und dem Wald befassten Akteure in der Bundesrepublik Deutschland und setzt sich für die Interessen und Belange einer nachhaltigen Forstwirtschaft ein. Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet für den DFWR, dass Pflege und Bewirtschaftung der Wälder im Interesse ihres gesunden, stabilen und leistungsfähigen Zustandes, ihrer Multifunktionalität durch Nutzung, Schutz und Erholung und im Interesse der Landeskultur und des Umweltschutzes erfolgen – in der Gegenwart und in der Zukunft. Dies ist die Basis für rund zwei Millionen Waldbesitzende in Deutschland, die eine Waldfläche von 11,4 Millionen Hektar – das sind rund 32 Prozent des Bundesgebietes – bewirtschaften.

Kontakt:

Deutscher Forstwirtschaftsrat e. V.
Geschäftsführer Franz Thoma
Pressesprecher Sebastian Schreiber
Claire-Waldoff-Straße 7
10117 Berlin
Tel.: 030-31904 560
Fax: 030-31904 564
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