Europawahl 2019 Wahlprüfsteine zur Forstwirtschaft

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) und die AGDW – Die Waldeigentümer rufen geschlossen auf, an den Europawahlen am 26. Mai teilzunehmen.

Die anstehenden Europawahlen sind für die Waldeigentümer und für die Bewirtschaftung unserer Wälder von großer Bedeutung. Die Folgen des Klimawandels sind eine Bedrohung für die Wälder in Deutschland. Waldbesitzende und Forstleute in Deutschland und ganz Europa bekommen die Auswirkungen des Klimawandels immer stärker zu spüren.

Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates e.V. (DFWR), weist deshalb auf die Wichtigkeit der Europawahl hin: „An der Urne können wir jetzt entscheiden, wie die Forstpolitik in Zukunft gestaltet werden soll! Politisches Handeln und Unterstützung für eine aktive und nachhaltige Waldbewirtschaftung sowie aller mit der Forstwirtschaft und dem Wald befassten Akteure ist insbesondere in Zeiten des Klimawandels von wesentlicher Bedeutung – sowohl national, als auch auf Europäischer Ebene.“

„Auch für die zwei Millionen Waldeigentümer in Deutschland ist die Wahl sehr wichtig“, sagt Hans-Georg von der Marwitz, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer. „Viele Gesetze und Vorgaben, die auf die Bewirtschaftung und Pflege unserer Wälder Einfluss haben, kommen aus Brüssel. Deshalb zählt jede Stimme.“ Darüber hinaus sei die Teilnahme an der Europawahl wichtig, um die Europäische Union zu stärken. „Eine hohe Wahlbeteiligung und ein starkes Parlament sind eine wichtige Säule für eine starke europäische Gemeinschaft.“

Die Zuständigkeit für die Forstpolitik liegt laut Vertrag der Europäischen Union zwar bei den einzelnen Mitgliedsstaaten, der Einfluss der EU in anderen Politikbereichen, wie z.B. der Klimapolitik, auf viele forstrelevante Aspekte nimmt jedoch stetig zu.

Daher haben beide Organisationen gemeinsam Wahlprüfsteine erstellt und an alle Parteien versandt. Ihre Positionen auf fünf Fragen zu wesentlichen Themen der Forstwirtschaft haben die zur Europawahl antretenden Parteien CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, AfD, FDP, Freie Wähler und die Piratenpartei bei der Beantwortung der Wahlprüfsteine dargelegt. Auf Grundlage dieser Beiträge können sich Wählerinnen und Wähler gezielt zu den Positionen der Parteien rund um das Thema Forstwirtschaft für die anstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament informieren.

Die Antworten der Parteien finden Sie unter https://dfwr.de/index.php/forstpolitik/wahlpruefsteine oder hier: Übersicht Wahlprüfsteine

Weitere Informationen:

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) gibt der Forstwirtschaft eine Stimme. Er ist die repräsentative Vertretung aller mit der Forstwirtschaft und dem Wald befassten Akteure in der Bundesrepublik Deutschland und setzt sich für die Interessen und Belange einer nachhaltigen Forstwirtschaft ein. Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet für den DFWR, dass Pflege und Bewirtschaftung der Wälder im Interesse ihres gesunden, stabilen und leistungsfähigen Zustandes, ihrer Multifunktionalität durch Nutzung, Schutz und Erholung und im Interesse der Landeskultur und des Umweltschutzes erfolgen – in der Gegenwart und in der Zukunft. Dies ist die Basis für rund zwei Millionen Waldbesitzende in Deutschland, die eine Waldfläche von 11,4 Millionen Hektar – das sind rund 32 Prozent des Bundesgebietes – bewirtschaften.

Von den 11,4 Millionen Hektar Wald in Deutschland sind 67 Prozent Privatwald sowie Kommunal- und Körperschaftswald. Die privaten Waldeigentümer verfügen über 48 Prozent des Waldes, die Körperschaften (z.B. Kirchen) und Kommunen verfügen über 19 Prozent, Bund und Länder über 33 Prozent.

Die AGDW setzt sich für die Interessen der rund zwei Millionen privaten Waldeigentümer ein, die mit ihrer multifunktionalen, nachhaltigen Forstwirtschaft etwa die Hälfte der deutschen Waldfläche bewirtschaften.

Kontakt:

Deutscher Forstwirtschaftsrat e. V.
Geschäftsführer Franz Thoma
Claire-Waldoff-Straße 7
10117 Berlin
Tel.: 030-31904 560
Fax: 030-31904 564
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