Bundesamt für Naturschutz schließt deutsche Forstwirtschaft vom Dialog zur Zukunft der Wälder aus

Presseerklärung von Georg Schirmbeck, Präsident Deutscher Forstwirtschaftsrat


Ende November dieses Jahres soll auf der Insel Vilm ein Workshop mit dem Titel „Wildnis im Dialog 2020 – Chancen für mehr Wildnis“ stattfinden. Bekanntermaßen visieren Wildnisprogramme in Deutschland unter anderem auch Waldgebiete an. Deswegen wollten wir als Deutscher Forstwirtschaftsrat uns diesem Dialog stellen, um unsere demokratische Pflicht als Repräsentanten der Waldbesitzer und Förster Deutschlands zu tun.


Allerdings wurde uns von Frau Prof. Dr. Jessel, Präsidentin des BfN, mitgeteilt, dass wir bei dieser Veranstaltung nicht erwünscht wären. Sie solle „naturschutzintern“ sein. Auch bei der folgenden zweiten Veranstaltung der Reihe „Wildnis im Dialog“ sollen Forstwirtschaft und Waldbesitz ausgeschlossen bleiben, erst bei der dritten Veranstaltung wären wir willkommen.


Wir kennen das schon: Sie nennen es „Dialog“, aber reden wollen die institutionalisierten Naturschützer nur mit denen, die ihre Ideologie teilen. Aus dieser Echokammer wird das Gleiche herausschallen wie seit Jahren schon: Stilllegung der Wälder und damit wirtschaftliche Zerstörung des ländlichen Raums, schleichende Enteignung der Waldbesitzer und sträfliche Ignoranz gegenüber forstwissenschaftlichen Erkenntnissen, die die segensreiche Wirkung von Wirtschaftswäldern für Boden, Klima und Biodiversität beweisen!


Die Einladung zur dritten Veranstaltung sehen wir als Alibi: Wir sollen vor vollendete Tatsachen gestellt werden, diese am besten noch abnicken und dem Ganzen so den Anstrich demokratischer Legitimation zu verleihen. Das Bundesamt für Naturschutz wirkt hier leider nicht wie eine der politischen Neutralität verpflichtete Bundesbehörde, sondern wie eine Spätfolge des „Marsches durch die Institutionen“, der vor Jahrzehnten von grünen Revoluzzern angekündigt wurde, die sich dadurch inzwischen zu einer Elite wirtschaftsfeindlicher Bürokraten gemausert haben.


Die deutschen Waldbesitzer und Förster sind geduldig, anders kommt man im Wald nicht weiter. Aber auch wir müssen Grenzen setzen: Bei diesem Dialog gehören wir an den Tisch! Wir sind die am meisten betroffene gesellschaftliche Gruppe! Sowohl das in der Verfassung verbriefte Grundrecht auf Eigentum der Waldbesitzer als auch der Sachverstand der Forstwissenschaftler müssen während der gesamten Veranstaltungsreihe repräsentiert werden! Diese Forderungen entsprechen demokratischen Gepflogenheiten und Rechten. Professor Jessel und das Bundesamt für Naturschutz haben hier eine Gelegenheit, ein Zeichen gegen Intransparenz und Technokratie zu setzen.

Wald bewegt bei den Deutschen Waldtagen 2018

DFWR-Präsident Schirmbeck bei den Deutschen Waldtagen 2018
 
Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, forderte bei den Deutschen Waldtagen 2018 für den Kulturschatz Wald, das Klima und für die Lebensqualität ein gesamtgesellschaftliches Engagement. Hierzu müssen sich auch die Politik, der Sport und die Forstwirtschaft gemeinsam stark machen.
 
Schirmbeck wünscht sich, dass auch zukünftige Generationen noch einen Wald haben, den sie sich erwandern, erradeln oder erreiten können. Die Weichen dafür werden jetzt gestellt.
 

Waldbauerntag 2018 in NRW

DFWR-Präsident Schirmbeck beim Waldbauernverband in NRW
 
Der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Georg Schirmbeck, fordert die Waldbesitzer aller Besitzarten zu mehr Geschlossenheit auf. „Der Klimawandel betrifft alle Waldbesitzer, wollen wir ihn bewältigen, muss der Waldumbau entschlossen vorangebracht werden. Damit das gelingen kann, müssen wir uns gemeinsam für ausreichende finanzielle Unterstützung durch die Politik sowie für gesellschaftliche Akzeptanz für das verantwortungsvolle Handeln des Waldbesitzes einsetzen! Wir haben den Klimawandel nicht verursacht, er ist eine große gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Dennoch sind wir gleichzeitig besonders betroffen und besonders wichtig für seine Bekämpfung, und das müssen wir auch geschlossen so vertreten!", so Schirmbeck.
 
Themen des Waldbauerntages 2018 in Nordrhein-Westfalen am 11. September 2018 waren die Beförsterung, die Holzvermarktung und die zukünftigen Herausforderungen, mit denen sich der Waldbesitz konfrontiert sieht.

Deutscher Forstwirtschaftsrat bedankt sich bei Hubschrauberbesatzungen

DFWR-Präsident Georg Schirmbeck: „Wir benötigen eine europäische Task Force zur Waldbrandbekämpfung“

„Wir sind Ihnen sehr dankbar, dass Sie das Feuer im Treuenbrietzener Wald rasch in den Griff bekommen haben, ohne dass jemand zu Schaden gekommen ist“, sagte Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrats e. V. am Montag (03. September) beim Besuch der Lufttransportgruppe am Bundeswehrstandort Holzdorf. „Dass ein Waldbrand so akut Wohnhäuser in Deutschland bedroht, bleibt hoffentlich eine Ausnahme. Sie haben unter Einsatz Ihres Lebens und Ihrer körperlichen Unversehrtheit das Feuer gelöscht. Ihnen gebührt größter Respekt“, lobte Schirmbeck die Piloten der Löschhubschrauber.

Oberstleutnant Knut Brantin, Kommandeur der Lufttransportgruppe des Hubschraubergeschwaders 64 führte Schirmbeck über den Fliegerhorst Holzdorf. „Momentan ist die Waldbrandbekämpfung durch die Bundeswehr sichergestellt. Dieses Jahr haben wir zum Schutz der Bevölkerung bereits circa 1,2 Millionen Liter Wasser über Bränden abgeworfen“, sagte Brantin. „Wir tun somit alles Mögliche, um die Brandbekämpfung in den besonders gefährdeten Gebieten von Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen, aber auch in einem bundesweiten Einsatz zu unterstützen. Hierbei gehen wir bis an unsere Leistungsgrenzen, teilweise sogar darüber hinaus.“

Oberstleutnant Michael Hackert, stellvertretender Kommandeur der Lufttransportgruppe, war beim Einsatz über Treuenbrietzen dabei und ergänzt: „Angesichts der höchsten Waldbrandstufe fünf sind wir derzeit sogar in Dauerbereitschaft. Das bedeutet wir sind jederzeit, sieben Tage die Woche, innerhalb von vier Stunden mit unseren Hubschraubern in der Luft“.
Waldbrände werden durch den Klimawandel immer wahrscheinlicher, weshalb Schirmbeck ein Umdenken fordert. „Wenn wir als Gesellschaft nicht in bessere Waldbrandbekämpfung investieren, setzen wir bei zukünftigen Ereignissen das Leben der Retter und der Anwohner aufs Spiel. Wir müssen dringend unsere Kapazitäten erhöhen“, appellierte Schirmbeck. „Der Deutsche Forstwirtschaftsrat begrüße es sehr, wenn die Bundeswehr bei der Beschaffung neuer Technik auch die Waldbrandbekämpfung im Auge behält“, so Schirmbeck weiter.


Europäische Task Force Waldbrandbekämpfung unter Einbezug Russlands

In diesem Zusammenhang plädiert Schirmbeck für mehr Zusammenarbeit mit den europäischen sowie russischen Partnern. „Eine europäische Task Force unter Einbezug Russlands zur Waldbrandbekämpfung würde es erlauben, die vorhandenen Mittel und das Fachpersonal zu konzentrieren. Großbrände im Wald, wie jüngst in Griechenland oder 2017 in Portugal, könnten damit rascher und effizienter bekämpft werden. Und wer ohne Russland und deren riesige Waldflächen Klimapolitik betreiben will, der irrt“, betonte Schirmbeck.

DFWR-Präsident würdigt den mutigen Einsatz der Waldbrandbekämpfer

DFWR-Präsident würdigt den mutigen Einsatz der Waldbrandbekämpfer und fordert mehr Löschkapazitäten sowie Unterstützung beim Waldumbau.


Kurz nach dem Großbrand nahe Berlin war Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrats, unterwegs in der Region Treuenbrietzen, um den Bekämpfern des Waldbrands für ihre Bemühungen zum Schutz der umliegenden Wälder, vor allem aber des Lebens der Anwohner, zu danken. Kreisbrandmeister Jens Heinze nahm den Dank entgegen, aber an viel Zeremonie war nicht zu denken, denn die Pflicht rief: Diverse Glutnester flammten immer wieder auf. Das ging tagelang so. Der zuständige Stadtförster fuhr alle vier Stunden Patrouille durch den Wald.


So bekam Herr Schirmbeck Eindrücke aus erster Hand. Besonders beeindruckte ihn eine Fläche, durch die das Feuer gleich zweimal wütete: Zuerst als Bodenfeuer, dann drehte der Wind und bewegte sich im Kronenbereich zurück. „Derartige Richtungsänderungen gefährden die Retter. Im schlimmsten Fall wird man überholt oder ist gefangen“, so der Kreisbrandmeister.


Stärkung der Waldbrandbekämpfung
Herr Schirmbeck würdigte das: „Vor ein paar Tagen hätte ich hier nicht stehen wollen. Meinen Respekt für die Männer und Frauen, die hier unerschrocken Ihre Pflicht getan haben!“ Jetzt stehe im Gegenzug die Gesellschaft in der Pflicht: „Es müssen mehr Möglichkeiten zur Waldbrandbekämpfung geschaffen werden, am Boden wie in der Luft.“ Die Gefahr nähme wegen des Klimawandels deutlich zu. „Wenn wir in Zukunft nicht schnell und effektiv reagieren können, setzen wir das Leben von Anwohnern und Rettern aufs Spiel, aber auch die Klimaschutzleistungen unserer Wälder!“


Um die Brandbekämpfung effektiver zu gestalten, fordert Verbandspräsident Schirmbeck eine Förderung für Löschfahrzeuge in waldreichen Gemeinden. „Wenn überlegt wird, welche Mittel die Länder ihren Gemeinden zur Unterstützung der Feuerwehren zur Verfügung stellen, muss das erhöhte Waldbrandrisiko eingerechnet werden“, so Schirmbeck. „Zusätzlich sollten die Waldbesitzer bei der Schaffung und Instandhaltung eines durchgängigen Netzes von Löschbrunnen im Wald unterstützt werden, damit immer Wasser vor Ort verfügbar ist.“ Laut Schirmbeck hat es Vorbildfunktion, dass in dem besonders gefährdeten Bundesland Brandenburg solche Maßnahmen bereits jetzt zu 100 % vom Land gefördert werden.
Interessierte private und kommunale Waldbesitzer könnten sich an die Bewilligungsbehörde des Landesbetriebes Forst Brandenburg wenden.


Prävention durch Waldumbau
Nebst der Brandbekämpfung müsse auf Prävention gesetzt werden. Hier sind die Förster und Waldbesitzer aktiv und pflanzen bereits seit Jahrzehnten verstärkt Baumarten, die den Wald weniger anfällig für Waldbrände machen. „Wir setzen uns für Mischwald aus Laub- und Nadelbäumen ein, der bestmöglich an die zukünftigen Bedingungen angepasst ist. Die jetzt verbrannten Monokulturen wurden vor fast 100 Jahren angelegt. Damals war Deutschland noch kein Waldbrandland. Und wir müssen fair zu unseren Vorfahren sein, die bei der Anlage der Wälder manchmal keine andere Wahl hatten. Waldflächen, die der Krieg zerstörte oder die für Zahlung von Kriegsreparationen kahlgeschlagen wurden, mussten unsere Vorfahren mit anspruchslosen Baumarten wieder bepflanzen. Anderes Pflanzmaterial war nach dem Krieg kaum zu bekommen“, so Schirmbeck


Heute dagegen muss sich die Forstwirtschaft gemeinschaftlich einer ganz anderen Problemlage stellen: „Förster, Waldbesitzer, Naturschützer und Rettungskräfte eint das Interesse an einem Wald, der zukünftigen Klimafolgen trotzt und seine gesamtgesellschaftlichen Ansprüchen genügt trägt. Wir stellen heute die Weichen in Verantwortung für den Wald in 100 bis 200 Jahren“, betonte Schirmbeck. „Deshalb fordert der DFWR Förderprogramme, die einerseits die Forschung bei forstlichem Saat- und Vermehrungsgut und die Forstbaumschulen stärken und anderseits den Waldumbau mit klimatoleranten Laub- und Nadelbaumarten voranbringen. Im Schadensfall z. B. nach Sturm, Insektenbefall, Trockenheit oder Feuer, braucht der Waldbesitz kurz- und langfristige Hilfeleistungen durch den Bund und die Länder. Steuerliche Erleichterungen, Bildung von Rücklagen oder unbürokratische Direktzahlungen können eine Lösung sein. Denn durch fehlende Holzverkaufserlöse können viele Waldbesitzer ihren Wald nicht zukunftsweisend umbauen. Besonders betroffen sind kleine Waldbesitzer, die ohnehin kaum Gewinn aus dem Wald ziehen können und oft selbst ohne Waldschäden schon draufzahlen, um den Wald aus ideellen Gründen zu bewahren. Diese Menschen müssen ermutigt und gefördert werden, damit sie ihren Wald nicht aufgeben! Dies dient der gesamten Gesellschaft, da ein stabiler Wald mitsamt einer verantwortungsvollen, nachhaltigen Holznutzung Klima-, Wasser- und Erosionsschutz sowie Erholungsfunktionen bereitstellt“, so Schirmbecks Fazit.

Bis zu zwei Milliarden Euro Schaden am deutschen Wald

Deutscher Forstwirtschaftrat e. V. (DFWR) zieht erste Zwischenbilanz

Der Sommer 2018 war nach dem Rekordsommer 2003 der zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnung. „Schon jetzt ist absehbar, dass der Wald durch die Kombination von Sturmfolgen, Insektenbefall und langanhaltender Trockenheit erheblich geschädigt wurde“, sagte DFWR-Präsident Georg Schirmbeck am Freitag (31.8.) in Berlin.

„Wir können die Klimaveränderung am Wald ablesen. Nach dem Sommer 2018 sind die Schäden der Klimafolgen bundesweit unverkennbar und bedeuten eine sehr große Herausforderung für alle Waldbesitzenden“, betonte Schirmbeck. Eine DFWR-Umfrage in den Bundesländern über alle Waldbesitzarten hinweg ermöglicht eine erste Einschätzung der Größenordnung der Waldschäden.

Die Stürme Xavier, Herwart 2017 und Friedericke 2018 verursachten rund 20 Millionen Kubikmeter Schadholz. „Angespannte Märkte, zunehmende Qualitätsverluste, die Notwendigkeit zur Anwendung spezieller Aufarbeitungsverfahren und -technik sowie knappe Aufarbeitungskapazitäten führen zu erheblichen Belastungen der Waldeigentümer. Insgesamt kann der volkswirtschaftliche Schaden in Folge der Stürme auf über 700 Millionen Euro beziffert werden. „Die Waldbesitzenden finanzieren die Holzerntekosten vor und können schnell in Liquiditätsengpässe kommen, wenn die Schadereignisse plötzlich und in immer kürzerer zeitlicher Folge eintreten, wie 2017 und 2018. Wir müssen jetzt mit der Bundespolitik über notwendige Instrumente sprechen, die Waldbesitzende in Notlagen entlastet“, betonte Schirmbeck.

Durch Stürme vorgeschädigte Wälder sind bei der langanhaltenden Trockenheit noch anfälliger für Borkenkäfer. „Die nationalen Schäden im Jahr 2018 durch Käferbefall schätzen wir bereits auf über 6 Millionen Kubikmeter“, sagte Schirmbeck. Waldbesitzende müssen Mehrkosten durch verstreute Hiebsanfälle und Mindererlöse durch Abschläge auf Frischholzpreise hinnehmen. „Damit gehen wir bislang von Borkenkäferschäden in Höhe von bis zu 270 Millionen Euro aus. Wir befürchten jedoch, dass sich die Schäden bis zum Jahresende noch weiter erhöhen, weil die Abwehrkräfte der Bäume weiterhin geschwächt sind und somit sehr anfällig für Schadinsekten bleiben“, erklärte der DFWR-Präsident.

Die Waldbesitzenden sind bemüht, die zerstörten Wälder mit klimastabilen Baumarten wieder neu anzulegen. Dringend benötigte Investitionen in den Wald von morgen, die die Waldbesitzenden normalerweise über den Holzverkauf finanzieren können, fehlen aufgrund der angespannten Situation am Markt. „Neben der Einbeziehung sich natürlich verjüngender Altbäume und deren Sämlinge wurden in den letzten drei Jahren über eine Milliarde Pflanzen durch die Forstbetriebe gepflanzt. Davon vertrockneten aktuell fast 30 Prozent aufgrund der langanhaltenden Dürre. Die Nachpflanzung kostet die Waldbesitzenden über eine halbe Milliarde Euro“, betonte Schirmbeck.

Die durch die Trockenheit ausgelösten Waldbrände schädigten bislang deutschlandweit eine Fläche so groß wie der Berliner Grunewald. Dabei entstand ein Schaden von über sieben Millionen Euro am aufstockenden Wald. Für die Neubegründung werden weitere sechs Millionen Euro veranschlagt.

„Das Schadausmaß für den deutschen Wald lässt sich im Moment auf fast zwei Milliarden Euro beziffern. Dabei sind die Folgen der Zuwachsverluste noch gar nicht berücksichtigt. Das genaue Schadausmaß werden wir voraussichtlich erst Mitte 2019 beurteilen können, wenn klar ist, wie viele Bäume den Trockenstress nicht überlebt haben,“ erklärte Schirmbeck.

„Wir dürfen die Waldbesitzenden jetzt nicht allein lassen. Wir müssen rasch und unbürokratisch Grundlagen schaffen, damit sie die Jahrhundertaufgabe des Waldumbaus hin zu klimastabilen Wäldern schaffen können und die Ökosystemdienstleistung des Waldes für die Gesellschaft erhalten bleibt. Waldbesitzende sind mit ihren Wäldern nicht die Verursacher der Klimaveränderungen, sondern deren Opfer. Der sachlich notwendige Umbau unserer Wälder ist deshalb eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die jetzt entschlossen angepackt werden muss. Wir sind sicher, dass die Bundesregierung uns dabei mit Personal und Finanzmitteln unterstützen wird. Dazu benötigen wir ein Paket kurz- und langfristigen Maßnahmen. Zum Beispiel müssen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) die Finanzmittel deutlich aufgestockt werden, um die höheren Folgekosten durch den Klimawandel auszugleichen. Der EU-Beihilferahmen sollte noch stärker auf Klimaschäden ausgerichtet werden. Zusätzlich muss mehr in die forstliche Forschung investiert werden. Dafür und zur Unterstützung des Waldbesitzes braucht es mehr und gut ausgebildetes Forstpersonal, was auch nach der Umstellung auf eine direkte Förderung auf der Fläche verfügbar ist. Zur Marktentlastung sollten kurzfristig geeignete Holzlagerplätze eingerichtet und der Frischholzeinschlag bundesweit gedrosselt werden. Auch muss die Bundesregierung alles daransetzen, den Ausstoß des Klimakillers Kohlendioxid noch offensiver zu bekämpfen“, betonte Schirmbeck.

„Der Deutsche Forstwirtschaftsrat forderte die Bundesregierung auf, sich rasch an einen Tisch zu setzen, um ein Maßnahmenpaket für die Waldbesitzenden zur Bewältigung der Waldschäden durch die Klimafolgen zu beschließen“, sagte Georg Schirmbeck.