Positionspapier zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

Die Vereinten Nationen haben im September 2015 in New York mit der „Agenda 2030“ Ziele für eine nachhaltige globale Entwicklung beschlossen. Diese Agenda 2030 soll z.B. weltweit Armut und Hunger beenden und Ungleichheiten bekämpfen.

Alle Länder der Staatengemeinschaft haben sich verpflichtet, diese VN-Agenda 2030 national umzusetzen. Gegenwärtig legt jede Nation fest, wie es die einzelnen globalen Nachhaltigkeitsziele erreichen möchte.

Diesem Zweck dient die Neuauflage der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie.

Ihr derzeitiger Entwurfsstand (Stand: 30. Mai 2016) wurde öffentlich zur Diskussion gestellt. Alle Interessierten waren aufgerufen, zur Verbesserung dieses nationalen Leitprinzips einer nachhaltigen Entwicklung Stellung zu nehmen.

Mit dem nachfolgenden Positionspapier beteiligte sich der Deutsche Forstwirtschaftsrat an diesem Gestaltungsprozess. Es zielt darauf ab, die Beitragsmöglichkeiten der deutschen Forstwirtschaft für die nachhaltige Entwicklung Deutschlands besser einzubringen, aber auch die davon betroffenen Interessen und Belange der deutschen Waldbesitzer und Forstbetriebe im gebotenen Maße zu beachten.

Zusammenfassend fordern wir die Bundesregierung auf, im weiteren Entwicklungsprozess der neuen Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie hauptsächlich dafür einzutreten, dass

1 die Klimaschutzwirkung des Waldes und seiner Holzprodukte sowohl durch eine wirksame Beförderung der in Deutschland bewährten nachhaltigen und ökologiegerechten Waldbewirtschaftungssysteme als auch durch eine Intensivierung der Holzzuführung in etablierte und neue Wirtschaftskreisläufe gestärkt wird, 

2 die multifunktionale deutsche Forstwirtschaft mit ihren weltweit führenden ökologischen, ökonomischen und sozialen Standards nicht durch weitere, vor allem wissenschaftlich unbegründete Restriktionen belastet wird,

3 die unverzichtbare Beschäftigungsfunktion des Wirtschaftsclusters Forst & Holz für die Bevölkerungs- und damit auch die Landschaftsentwicklung im ländlichen Raum gesichert wird,

4 künftig sowohl die ansteigenden wirtschaftlichen Belastungen der Waldeigentümer durch die zunehmenden gesellschaftlichen Beanspruchungen wirtschaftlich ausgeglichen als auch die immer wertvoller werdenden Ökosystemdienstleistungen für die Allgemeinheit vergütet werden,

5 für die dringend notwendigen forstlichen Adaptionsprozesse an die globalen ökologischen und ökonomischen Veränderungen die wissenschaftlichen Grundlagen für eine auch weiterhin nachhaltige und multifunktional leistungsstarke Waldwirtschaft bereitgestellt werden,

6 der mittlerweile nachweislich zumindest diversitätserhaltende Effekt nachhaltig bewirtschafteter Wälder vor allem bei der naturschutzfachlichen Bewertung der deutschen Waldwirtschaft nicht länger unberücksichtigt bleibt.

 

Das vollständige Positionspapier des Deutschen Forstwirtschaftsrates e. V. zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung (Neuauflage 2016) können Sie hier herunterladen.

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