125 Jahre IUFRO

Der Internationale Verband forstlicher Forschungsanstalten (englisch: International Union of Forest Research Organizations, kurz: IUFRO) wird in diesem Jahr 125 Jahre alt.

Als globales Netzwerk für die Forstwissenschaftskooperation ist es die älteste bestehende wissenschaftliche Vereinigung der Welt, die zugleich international, unpolitisch und unabhängig tätig ist. Die IUFRO vereint heute mehr als 20.000 Wissenschaftler in fast 650 Mitgliedsorganisationen in über 125 Ländern. Die IUFRO wurde auf Initiative der Hauptstation für das forstliche Versuchswesen in Preußen im Jahre 1892 in Eberswalde gegründet.

Der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Herr Georg Schirmbeck, hatte die Ehre, auf der Festveranstaltung des 125-jährigen Jubiläumskongresses in Freiburg am 19.09.2017 ein Grußwort an die über 2.100 Delegierten zu richten. Das DFWR-Grußwort finden Sie hier…

 

 

Wald & Forstwirtschaft in Deutschland: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft

Einführung:
 
Die vom „großen historischen Waldsterben“ vor 300 Jahren veranlasste Entwicklung einer ordnungsgemäßen Forstwirtschaft bewirkte seither eine Verdoppelung der deutschen Waldfläche. Der drohenden Verwüstung unseres Naturraumes und dem damit verbundenen Verlust der Bodenfruchtbarkeit konnte erfolgreich Einhalt geboten werden. Viele Förstergenerationen trugen damit zur Sicherung eines weiterhin besiedlungsfähigen Lebensraumes bei und schufen die primären Voraussetzungen für unseren erreichten Zivilisationsgrad im Herzen Mitteleuropas.
Heute ist Deutschland wieder zu 32 % mit Wald bedeckt. Darüber hinaus hält der Wald nicht nur Holzvorräte auf einem Rekordniveau von durchschnittlich ca. 340 m³ pro Hektar vor, sondern er war seither auch noch nie so alt und naturnah, seine Bäume noch nie so stark und seine Artenzahl noch nie so hoch.
Der menschengemachte ökologische Wandel stellt jedoch Wald und Forstwirtschaft vor existentielle Probleme. Sie zu lösen, bedarf kluger Entscheidungen, die weit in die Zukunft reichen.
 
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Den AFZ-Der Wald Artikel finden Sie HIER.

 

 

Bundeswaldinventur Unentbehrliche Grundlage für Politik und Wirtschaft

Die Bundesregierung ist zur Erhaltung des Waldes und zur Förderung der Forstwirtschaft sowie zur Durchführung internationaler Verpflichtungen gemäß § 41 a „Walderhebungen“ des Bundeswaldgesetzes gefordert, im Zehnjahresabstand die großräumigen Waldverhältnisse und forstlichen Produktionsmöglichkeiten Deutschlands zu erfassen.

Hierfür wird seit dem Jahre 1986 die Bundeswaldinventur als terrestrische Stichprobeninventur mit permanenten Probepunkten durchgeführt. Die Inventurergebnisse erwiesen sich mittlerweile als unentbehrliche Planungs- und Entscheidungsgrundlagen für alle forst-, umwelt- und wirtschaftspolitisch tätigen Akteure.

Bislang erfolgten drei Bundeswaldinventuren (1986 BWI-1, 2002 BWI-2, 2012 BWI-3).

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ist beauftragt, per Rechtsverordnung („Bundeswaldinventur-Verordnung“) mit Zustimmung des Bundesrates die notwendigen Vorschriften über das für die Bundeswaldinventur anzuwendende Stichprobenverfahren und die zu ermittelnden Grunddaten zu erlassen.

Mit Schreiben vom 23. Juni 2016 eröffnete das BMEL ein Verbands-Beteiligungsverfahren, um die in Erarbeitung befindliche Verordnung für die BWI-4 (Stichjahr 2022) kritisch würdigen zu lassen und Korrekturhinweise abzurufen.

Auf der Grundlage erfolgter DFWR-Expertendiskussionen übergab der DFWR am 17.10.2016 dem BMEL fristgerecht seine nachfolgende Stellungnahme.

Stellungnahme hier herunterladen.

 

Positionspapier zum Naturkapital Deutschland TEEB DE

Positionspapier des Deutschen Forstwirtschaftsrates e. V. zum Entwurf (Stand: 01.02.2017) des Synthese-Berichtes „Werte der Natur aufzeigen und in Entscheidungen integrieren – eine Synthese" der Initiative Naturkapital Deutschland – TEEB DE

Das internationale Forschungsvorhaben „TEEB" (The Economics of Ecosystems and Biodiversity) wurde im Jahr 2007 von der Europäischen Kommission unter der Schirmherrschaft des Umweltprogrammes der Vereinten Nationen initiiert. Es hat zum Ziel, den ökonomischen Wert von Ökosystemleistungen und Biodiversität aufzuzeigen und somit auch die Kosten des globalen Biodiversitätsverlustes offenzu-legen. Vorhandenes Wissen soll in einer Synthese zusammengefasst, für unterschiedliche Nutzergrup-pen aufbereitet und aktiv verbreitet werden.

Seit 2012 lief dazu unter der Leitung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) eine vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Auftrag gegebene nationale Initiative mit der Bezeichnung „Naturkapital Deutschland – TEEB DE".

Am 06.02.2017 tagte in Berlin die Projektbegleitende Arbeitsgruppe (PAG) des Vorhabens Naturkapital-Deutschland-TEEB DE, um den Synthesebericht „Werte der Natur aufzeigen und in Entscheidungen integrieren – eine Synthese" final abzustimmen. Der DFWR war mit einem Mitarbeiter vertreten.

Am 01.03.2017 übergab der DFWR der am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ an-sässigen Studienleitung „Naturkapital Deutschland – TEEB DE" die nachfolgende Stellungnahme, die auf einer umfangreichen DFWR-Mitgliederbeteiligung basiert.

Stellungnahme

Bewertung des Kabinettbeschlusses zum Klimaschutzplan

Der „Klimaschutzplan 2050“ soll die deutsche Langfriststrategie zur weitgehenden Treibhausgasneutralität bis 2050 und zur nationalen Umsetzung des in 2015 erzielten internationalen Übereinkommens zum Klimaschutz von Paris (COP 21) beschreiben.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) entwickelte hierfür einen Hausentwurf (Stand: 06.09.2016), der im Rahmen eines bis zum 30.09.2016 befristeten öffentlichen Beteiligungsverfahrens zur Diskussion gestellt und auch mit einer Stellungnahme des DFWR (siehe unten: „POSITIONSPAPIER ZUM „KLIMASCHUTZPLAN 2050“ DER BUNDESREGIERUNG“) kritisch gewürdigt wurde.

Am 14.11.2016 veröffentlichte sodann das BMUB den überarbeiteten „Kabinettbeschluss zum Klimaschutzplan 2050“, den die Bundesumweltministerin bereits auf der 22. UN-Klimakonferenz (COP 22) in Marrakesch vom 07. bis 18.11.2016 präsentierte.

Nach einer intensiven Prüfung dieses Dokumentes kann der DFWR konstatieren, dass viele (nicht alle!) unserer Anregungen umgesetzt und zahlreiche Kritikpunkte geheilt wurden.

Die detaillierte Bewertung des Kabinettbeschlusses zum Klimaschutzplan können Sie hier herunterladen.

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