DFWR und DOSB unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Natur- und Wirtschaftsraum Wald ist Deutschlands größte Sportarena. Forstwirtschaft und Sport schließen Kooperationsvereinbarung „Wald.Sport.Bewegt.“
 
Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR), Vertretung der deutschen Forstwirtschaft mit rund zwei Millionen Waldbesitzenden, sowie der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), regierungsunabhängige Dachorganisation des deutschen Sports mit 101 selbständigen Mitgliedsorganisationen und rund 90.000 Sportvereinen, haben gestern in Berlin unter dem Titel „Wald.Sport.Bewegt“ eine strategisch ausgerichtete Kooperationsvereinbarung abgeschlossen.
 
Der Wald in Deutschland, der circa ein Drittel der Landesfläche bedeckt, erfüllt vielfältige Aufgaben. Er bietet Lebensraum für Tiere und Pflanzen und ist zugleich Wasserspeicher und Sauerstoffproduzent. Die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes fördert den Klimaschutz, garantiert Arbeitsplätze im ländlichen Raum und schafft die Infrastruktur für Ausgleich und Erholung. Der Wald ist als Sport- und Erholungsraum für die Gesellschaft von herausragender Bedeutung. Sport und bewegungsaktive Erholung im Wald haben für die Menschen in Deutschland einen hohen Wert. Insbesondere für die Gesundheit spielt die aktive Betätigung im Wald eine große Rolle. Sportliche Aktivitäten stellen eine besonders intensive Form der Naturerfahrung dar und können so für den Schutz des Waldes und dessen nachhaltige Pflege und Bewirtschaftung sensibilisieren.
Das Thema „Sport im Wald“ hat deutlich an Bedeutung gewonnen. Um die positiven individuellen und gesellschaftlichen Wirkungen von Sport im Wald zu fördern und über die Bedeutung des Waldes sowie über den Wert einer multifunktionalen, nachhaltigen Forstwirtschaft zu informieren, haben DOSB und DFWR eine Kooperationsvereinbarung geschlossen.
 
„Millionen von Menschen in Sportdeutschland nutzen den Wald als Bewegungs- und Erholungsraum und machen ihn so zu einem großen Sportraum. Vor diesem Hintergrund wollen wir die Zusammenarbeit mit der Forstwirtschaft ausbauen und partnerschaftlich Projekte entwickeln. Selbstverständlich wollen wir auch den notwendigen Interessenausgleich zwischen Sport- und Forstorganisationen fördern und gemeinsam mit dem DFWR aktuelle Herausforderungen wie z.B. im Bereich Mountainbiking lösungsorientiert besprechen“, so DOSB-Präsident Alfons Hörmann.
 
DFWR-Präsident Georg Schirmbeck: „Forst- und Sportorganisationen müssen sich regelmäßig austauschen. Mehr als gestern! Wir haben viele gemeinsame Interessen, die wir gemeinsam erfolgreicher in Staat und Gesellschaft vertreten können. Wanderfreunde und Sporttreibende sollen Freude in unseren Wäldern haben. Gleichzeitig gilt es, rücksichtsvoll und vorsichtig zu sein, zum Beispiel wenn sie Holzerntearbeiten begegnen. Hierüber wollen wir auch vor Ort gerne ins Gespräch kommen. Gemeinsam sollten wir werben für einen naturnah und nachhaltig bewirtschafteten Wald, der uns einen wesentlichen Teil der Lebensqualität in Deutschland garantiert.“
 
Unter dem Dach der Kooperationsvereinbarung sind im Jahr 2018 zahlreiche Vorhaben geplant. So ist „Wald bewegt“ Leitthema des DFWR anlässlich der Internationalen Grünen Woche in Berlin, deren Tore für Besucher noch bis zum 28. Januar geöffnet sein werden. Die gemeinsame Internetseite www.waldsportbewegt.de will relevante Fachinformationen bündeln. Durch Empfehlungen und Handreichungen sowie eine abgestimmte Kommunikationsarbeit soll die Zusammenarbeit zwischen Sport- und Forstorganisationen auf regionaler Ebene systematisch unterstützt werden.
 
 
Ansprechpartner:
DOSB: Andreas Klages, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 069-6700351
DFWR: Wolf Ebeling, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 030-31904560
 
Zum Hintergrund:
Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) gibt der Forstwirtschaft eine Stimme. Er ist die repräsentative Vertretung aller mit der Forstwirtschaft und dem Wald befassten Akteure in der Bundesrepublik Deutschland und setzt sich für die Interessen und Belange einer nachhaltigen Forstwirtschaft ein. Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet für den DFWR, dass Pflege und Bewirtschaftung der Wälder im Interesse ihres gesunden, stabilen und leistungsfähigen Zustandes, ihrer Multifunktionalität durch Nutzung, Schutz und Erholung und im Interesse der Landeskultur und des Umweltschutzes erfolgen – in der Gegenwart und in der Zukunft. Dies ist die Basis für rund 2 Millionen Waldbesitzer in Deutschland, die eine Waldfläche von 11,4 Millionen Hektar – das sind rund 32 % des Bundesgebietes – bewirtschaften.

Wald trifft Politik im Deutschen Bundestag

Vertreter des Deutschen Forstwirtschaftsrates diskutieren mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages: Proaktive Kommunikation der Beiträge des Waldbesitzes zu Klimaschutzleistungen durch Waldbewirtschaftung notwendig. Bewirtschaftete Wälder signifikant artenreicher.

Unter dem Motto „Wald trifft Politik“ kamen am 17. Januar rund 100 Vertreterinnen und Vertreter der Forstwirtschaft und 25 Parlamentarier/-innen auf Einladung des DFWR in Berlin zusammen. Die beiden Referenten Herr Prof. Dr. Eduardo Rojas-Briales, Professor für Waldbau an der Universidad Politècnica de Valencia und ehemaliger Forstchef der FAO-Forst-Abteilung, sowie Herr Prof. Dr. Christian Ammer, Leiter der Abteilung Waldbau und Waldökologie der gemäßigten Zonen der Georg-August-Universität Göttingen, lieferten Impulse für eine Diskussion zu dem Themenkomplex „Was kann nachhaltige Waldbewirtschaftung für den Klima- und Biodiversitätsschutz leisten?“.
 
Rojas-Briales hob die Potentiale der Bioökonomie für die Ziele der Klimaschutzpolitik hervor. Eine weitere Vorratsanreicherung in den ohnehin bereits sehr vorratsreichen europäischen Wäldern hielt er für wenig zielführend, denn Holz könne bereits heute zahlreiche Öl-basierte Rohstoffe ersetzen. Er unterstrich die Bedeutung der Ressource Wald für den Klimaschutz sowie die Biodiversität und appellierte an die Waldbesitzer proaktiv zu kommunizieren, da dies sonst andere übernähmen.
 
Auch Ammer hob die Bedeutung bewirtschafteter Wälder für den Klimaschutz hervor. Den Fokus seiner Ausführungen richtete Ammer auf die Untersuchungsergebnisse zu den Auswirkungen verschiedener Waldbausysteme auf die Biodiversität. Anhand von Biodiversitäts-Exploratorien in Thüringen zeigte er auf, dass die im Rahmen einer multifunktional nachhaltigen Forstwirtschaft bewirtschafteten Wälder bedeutend artenreicher sind als unbewirtschaftete „Vergleichswälder“. Bei sechs von 15 Artengruppen wurden dort signifikant mehr Arten nachgewiesen als im unbewirtschafteten Wald. Dies gilt auch für die Waldspezialisten. Weiterhin verdeutlichen die Untersuchungsergebnisse, dass eine hohe Biodiversität auf Landschaftsebene eine hohe Vielfalt der angebotenen Lebensräume voraussetzt.
 
„Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die in Deutschland praktizierte nachhaltige, multifunktionale Forstwirtschaft wichtige Beiträge für den Klimaschutz und die Artenvielfalt im Wald leistet. Der Deutsche Wald ist bei seinen Eigentümern in guten Händen. Seitens der Politik wünschen wir uns Vertrauen und die richtigen Weichenstellungen für zukünftige Herausforderungen. Wald trifft Politik! Lassen Sie uns unter diesem Motto im Gespräch bleiben“, so Georg Schirmbeck, Präsident des DFWR.
 
 
Zum Hintergrund:
Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) gibt der Forstwirtschaft eine Stimme. Er ist die repräsentative Vertretung aller mit der Forstwirtschaft und dem Wald befassten Akteure in der Bundesrepublik Deutschland und setzt sich für die Interessen und Belange einer nachhaltigen Forstwirtschaft ein. Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet für den DFWR, dass Pflege und Bewirtschaftung der Wälder im Interesse ihres gesunden, stabilen und leistungsfähigen Zustandes, ihrer Multifunktionalität durch Nutzung, Schutz und Erholung und im Interesse der Landeskultur und des Umweltschutzes erfolgen – in der Gegenwart und in der Zukunft. Dies ist die Basis für rund 2 Millionen Waldbesitzer in Deutschland, die eine Waldfläche von 11,4 Millionen Hektar – das sind rund 32 % des Bundesgebietes – bewirtschaften.

Multifunktionale Forstwirtschaft schützt Artenvielfalt

Eine multifunktionale Forstwirtschaft schützt die Artenvielfalt im Wald.  Zusammenarbeit beschlossen.
 
Das Waldkunde-Institut Eberswalde untersuchte im Auftrag die Pflanzenarten- und Strukturvielfalt des Fürst Oettingen-Spielberg´schen Waldbesitzes in Bayern und Brandenburg. Auf der Grundlage von über 200 Probeflächen, die im zeitlichen Abstand von 25 Jahren vegetationsökologisch analysiert wurden, steht nun fest, dass die im Oettinger Wald praktizierte multifunktional nachhaltige Forstwirtschaft keinen Verlust an Pflanzenarten- und Strukturvielfalt bewirkte. Hingegen konnte durch die gute fachliche Praxis die gesamte genetische Vielfalt des nacheiszeitlichen Waldentwicklungsprozesses bewahrt (keine obligate Waldart ist verloren gegangen!) und sogar die durchschnittliche Pflanzenartenzahl auf den Probeflächen um über 30 % von 22 auf 29 erhöht werden. Darüber hinaus weist der Oettinger Wirtschaftswald im Vergleich zu den potenziellen natürlichen Waldvegetationsentwicklungen eine um den Faktor 2,7 erhöhte Anzahl von Ökosystemtypen und somit eine signifikant größere Strukturvielfalt auf, die wiederum die Voraussetzung für das zahlreichere Vorkommen von Sekundärproduzenten sowie Klein- und Großtieren der Landschaft ist.
Auf Einladung des Waldeigentümers, Albrecht Fürst zu Oettingen-Spielberg, weilte der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR), Georg Schirmbeck, am 09.01.2018 in Oettingen und bekam die Forschungsergebnisse vorgestellt. Schirmbeck seinerseits skizzierte die aktuelle Initiative des DFWR, den gegenwärtigen wissenschaftlichen Kenntnisstand über die Wirkung ordnungsgemäßer Forstwirtschaft auf die Biodiversität im Wald aufbereiten zu lassen und in den politischen wie gesellschaftlichen Diskurs zur Versachlichung der Argumentationsführung einzubringen. Hierfür vereinbarten beide Gesprächspartner ihre gegenseitige Unterstützung.
 
Zusatzinformation:
 
Im Rahmen der DFWR-Veranstaltungsreihe „Wald trifft Politik“ findet am 17.01.2018 im Deutschen Bundestag eine DFWR-Mitgliederversammlung zum Themenkomplex „Was kann nachhaltige Waldbewirtschaftung für den Klima- und Biodiversitätsschutz leisten?“ statt. Nach den Impulsvorträgen von Prof. Dr. Christian Ammer, Leiter der Abteilung Waldbau und Waldökologie der gemäßigten Zonen der Georg-August-Universität Göttingen, und Prof. Dr. Eduardo Rojas-Briales, ehem. Forstchef der FAO-Forstabteilung und Professor für Waldbau und Forstpflanzenzucht an der Universidad Politécnica de Valencia, soll gemeinsam und mit den Abgeordneten des Deutschen Bundestages diskutiert werden. Als besonderer Gast hat die Staatsministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz, Ulrike Höfken, ihr Kommen zugesagt.

EU stärkt Klimaschutz

Forst- und Holzwirtschaft der EU-Mitgliedstaaten behalten ihre Gestaltungsspielräume, um die Potentiale des Klimaschutzes und der Bioökonomie individuell zu optimieren.
 
„Der Ausschuss der Ständigen Vertreter bestätigt, dass eine nachhaltige Forstwirtschaft umfangreich zur aktiven Verringerung der Auswirkungen des Klimawandels beiträgt“, so Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates. „Die Forst- und Holzwirtschaft trägt maßgeblich zur Erfüllung des Pariser Klimaschutzabkommens bei“, so Schirmbeck weiter.
Der Ausschuss der Ständigen Vertreter, der die Entscheidungen für den Europäischen Rat vorbereitet, hat dem Verhandlungsergebnis aus dem Trilog rund um die LULUCF-Verordnung (land use, land use-change and forestry) zugestimmt. So können die Mitgliedstaaten ihre maximal zu nutzende Holzmenge (Forstreferenzwert) frei gestalten und somit besser an ihre Gegebenheiten anpassen. Auch können sich die Mitgliedstaaten ihren Nettoabbau von Treibhausgasen aus Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft anrechnen lassen, also die Senkenleistungen der Forst- und Holzwirtschaft, z. B. durch Aufforstungen oder aus bewirtschafteten Wäldern.
Die Verordnung muss nun noch von dem Europäischen Rat bestätigt und vom Europäischen Parlament verabschiedet werden.
 
 
Zum Hintergrund: Die in dem Zeitraum von 2000 bis 2009 angewandten Forstpraktiken und Nutzungsintensitäten dienen als Grundlage, um eine durchschnittliche Holznutzungsmenge für die jeweiligen Mitgliedstaaten für den Zeitraum von 2020 bis 2030 zu berechnen. Daraus resultiert ein Gutschriften- bzw. Lastschriften-System in Bezug auf die CO2-Emissionen.
 

Ehrung Reinhard Freiherr von Schorlemer

PRESSEMITTEILUNG 12/17
 
Ehrung Reinhard Freiherr von Schorlemer
 
Freiherr von Schorlemer mit der Ehrenmitgliedschaft des Deutschen Forstwirtschaftsrates ausgezeichnet. Mit der Auszeichnung wird von Schorlemer für seinen verdienstvollen Einsatz für die deutsche Forstwirtschaft geehrt.
 
Bippen, den 28.08.2017: Reinhard Freiherr von Schorlemer, Land- und Forstwirt aus Bippen, wurde in der Mitgliederversammlung des Deutschen Forstwirtschaftsrates e. V. (DFWR) in Dessau mit der Ehrenmitgliedschaft des DFWR ausgezeichnet. Der DFWR-Präsident Georg Schirmbeck betonte in seiner Laudatio, von Schorlemer habe sich jahrzehntelang in berufsständischen Gremien, im Gemeinderat, Kreistag, Landtag und Bundestag nachhaltig für die Interessen des ländlichen Raumes und besonders der Forstwirtschaft eingesetzt. Unter anderem war er Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Waldbesitzerverbände (AGDW - Die Waldeigentümer) und Vizepräsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates.
 
Die Einführung des Forstzertifizierungssystem PEFC sei wesentlich mit seinem Namen verbunden. Von Schorlemer habe sich auch als einer der Ersten für eine europäische Zusammenarbeit in der Forstszene eingesetzt. Er habe damit eine unverrückbare Grundlage für die heutige forstpolitische Generation geschaffen.
 
DFWR-Präsident Schirmbeck: "Reinhard von Schorlemer hat mit seinem großen Einsatz ganz wesentlich dazu beigetragen, dass Deutschland heute das Forst- und Holzland Nr. 1 in Europa und weltweit auf Augenhöhe mit den USA und China ist. Er habe sich überragende Verdienste für die deutsche Forstwirtschaft erworben und die einstimmige Wahl zum Ehrenmitglied des DFWR sei deshalb ein bescheidener Dank der 2 Millionen deutschen Waldbesitzer, Förster und Waldarbeiter."
 
Forstwirtschaft kann heute auf einer Waldfläche von über 11,4 Millionen Hektar betrieben werden - dem grünen Drittel Deutschlands. Im Cluster Forst und Holz werden 1,1 Millionen Menschen in über 125.000 Betrieben, ganz überwiegend im ländlichen Raum, beschäftigt, die eine Bruttowertschöpfung von 180 Milliarden Euro erzielen.

Änderungen an LULUCF sind im Sinne der deutschen Forstwirtschaft

PRESSEMITTEILUNG 11/17
 
Änderungen an LULUCF sind im Sinne der deutschen Forstwirtschaft
 
Investitionen in eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und eine regionale Wertschöpfung werden weiterhin als die besten Langfriststrategien gesehen, um die Kohlenstoffsenkenpotentiale sowie die Sicherung der Klimavorteile von Wäldern zu gewährleisten. Klimaschutzleistungen durch Waldbewirtschaftung und Holzproduktion werden somit ausreichend gewürdigt.
 
 
Am 13. September hat das Europäische Parlament über die dritte Säule der EU Klimaschutzpolitik abgestimmt. Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, begrüßt die Änderungen, die im EU Parlament beschlossen worden sind. „Die deutsche Forstwirtschaft hat eine Vorbildfunktion bei der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und ihren Leistungen für einen aktiven Klimaschutz. Waldbesitzer und holzverarbeitende Betriebe dürfen nicht für ihr vorbildliches Verhalten in Sachen Klimaschutz bestraft werden. Durch die jetzt verabschiedeten Änderungen werden Land- und Forstwirtschaft gestärkt. Dafür bedanke ich mich im Namen der Forstbranche bei allen Parlamentariern sowie allen anderen Akteuren, die sich aktiv für die Änderungen an der LULUCF-Verordnung stark gemacht haben.“
 
Fest steht, dass Land- und Forstwirtschaft eine positive Kohlenstoffbilanz haben. Jedoch lediglich die enormen Potentiale CO2 aufzunehmen zu bewerten, ist zu kurz gegriffen. Insbesondere die aktive und nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern, die Holzverwendung sowie die Substitution energieintensiver Stoffe wie Beton, Stahl und Kunststoff tragen zum Klimaschutz bei.
 
 
Mit der Abstimmung haben sich die Abgeordneten für flexible und in die Zukunft gerichtete Regeln hinsichtlich der Waldbezugsgrößen entschieden. In den anstehenden Trilog-Verhandlungen zwischen EU Kommission, Parlament und Rat gilt es nun, das volle Potential der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und des nachgelagerten Holz- und Papiersektors als wichtigen Baustein zur Abschwächung des Klimawandels zu verankern. Nur so kann aktiv zu einer Entkarbonisierung der Wirtschaft beigetragen und das Pariser Klimaschutzabkommen umgesetzt werden.
 
„Bei dem Einsatz für die berechtigten Belange der Forstwirtschaft auf europäischer Ebene haben sich nicht zuletzt die über den Ausschuss für Europapolitik (DFWR) neu gegründeten Strukturen sowie die Vernetzung wichtiger Akteure miteinander als äußerst hilfreich erwiesen. Nur gemeinsam und über alle Waldeigentumsarten hinweg sind wir stark. Lassen Sie uns so weiter machen!“, so Schirmbecks ermunternde Worte an die Forstbranche.  
 
LULUCF (engl. land use, land use-change and forestry) steht für Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft. LULUCF ist eine internationale Verbuchungskategorie, um potenzielle Treibhausgas-Minderungsmaßnahmen im Bereich Land- und Forstwirtschaft zu erfassen.
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