Parlamentarischer Abend der Plattform Forst & Holz

Parlamentarischer Abend: Cluster Forst & Holz - Wirtschaftsriese im ländlichen Raum

Am 14.06.2018 hatte die Plattform Forst & Holz neue und bekannte Ansprechpartner aus der Bundespolitik zum Parlamentarischen Abend in Berlin eingeladen. Zahlreiche Abgeordnete sowie Vertreter aus Ministerien, Verbänden und Unternehmen nutzten die Möglichkeit, sich über aktuelle politische Themen auszutauschen. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Hans-Joachim Fuchtel, würdigte in seiner Eröffnungsrede die außergewöhnlichen Leistungen des Sektors für Umwelt und Gesellschaft.

Wirtschaftriese im ländlichen Raum

Das Wirtschaftscluster der forst- und holzwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland umfasst über 128.000 Unternehmen mit mehr als 1,1 Millionen Beschäftigten und einem jährlichen Gesamtumsatz von 180 Milliarden Euro – und das vorwiegend im ländlichen Raum. Die deutschen Forst- und Holzbetriebe sind daher der Motor der Wirtschaft und somit Garant für eine gesicherte Beschäftigung. „Die Politik muss sich den Herausforderungen der Zukunft, Klimaschutz, Stärkung der ländlichen Räume, Beschäftigung und Wohnraum annehmen“, so Georg Schirmbeck, Sprecher der Plattform Forst & Holz und Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, bei der Eröffnung des Abends. „Holz aus Deutschland ist der umweltfreundlich produzierte, nachwachsende Rohstoff. Insbesondere die Forst- und Holzwirtschaft kann mit dem veredelten und so Kohlenstoff über Jahrzehnte bindenden Produkt Holz als eine der Schlüsselbranchen zu deren Bewältigung beitragen.“

Der Rohstoff der Zukunft

Der Parlamentarische Staatssekretär verdeutlichte: „Hinter den vielfältigen insbesondere für die Zivilgesellschaft relevanten Leistungen stehen die vielen Waldbesitzer und Forstleute mit bewussten Entscheidungen und engagiertem Handeln bei der nachhaltigen Nutzung und Pflege des Waldes. Die vielen neuen und noch in die Praxisreife zu überführenden Möglichkeiten der Holznutzung in der Bioökonomie zeigen Lösungswege auf, um auch der Verschmutzung der Umwelt mit Plastik entgegenzuwirken“, so Fuchtel. „Wir brauchen keinen ‚Käseglockennaturschutz‘ und keine Stilllegungsdiskussion:  Ich halte es für enorm wichtig, das Bewusstsein über die Möglichkeiten der Holzverwendung und ihrer hohen Bedeutung für Natur und Umwelt zu stärken.“ Er bilanziert: „Holz ist der Rohstoff der Zukunft. Innovationen aus der Wirtschaft, gestützt durch Forschung und Entwicklung, haben ihn zu einem ‚Hightech-Werkstoff‘ gemacht.“

Abschließend appellierte der stellvertretende Plattform-Sprecher und Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrates, Steffen Rathke, an die Politik: „Wir benötigen Rahmenbedingungen, die das Bauen mit Holz, den freien Handel sowie ressourceneffiziente Stoffkreisläufe fördern und die heimische Rohstoffproduktion dauerhaft sichern. Jetzt gilt es: Potenziale nutzen, Hemmnisse vermeiden und Anreize für die Verwendung von Holz schaffen!“

Zusatzinformationen zur Plattform Forst & Holz:

Die Plattform Forst & Holz ist ein Zusammenschluss der Dachverbände Deutscher Forstwirtschaftsrat e. V. (DFWR) und Deutscher Holzwirtschaftsrat e. V. (DHWR) und vertritt die gemeinsamen Interessen des Clusters Forst und Holz als Wirtschaftskette vom Wald bis zum Endprodukt.

Kontakt

Plattform Forst & Holz
c/o Deutscher Forstwirtschaftsrat e. V.
Geschäftsführer Wolf Ebeling
Claire-Waldoff-Straße 7
10117 Berlin
 
Tel.        030-31904 560
Fax         030-31904 564
E-Mail   Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

68. Jahrestagung des Deutschen Forstwirtschaftsrates

Gut die Hälfte des deutschen Waldes befindet sich in privater Hand von fast 2 Millionen Eigentümern. 96 % der Privatwaldeigentümer besitzen Wald mit einer Fläche weniger als 20 ha. Das verdeutlicht: Das für den Umweltschutz Deutschlands wichtigste Ökosystem, der Wald, und der aus ihm nachhaltig nutzbare sowie für die deutsche Industrie wichtigste nachwachsende Rohstoff, das Holz, bedürfen funktionsfähiger Organisationsstrukturen im Privatwald und informierter, fachkompetenter Eigentümer.
 
Zum Zwecke einer multifunktionalen Nachhaltigkeit des deutschen Wirtschaftsclusters Wald & Holz ist es daher von nationaler Bedeutung, den privaten Wald und die private Forstwirtschaft zu fördern.
 
Die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen möchten wir mit Ihnen unter dem Motto
 
„WALD trifft Politik: Perspektiven für den Privatwald – Ansprache, Beratung, Betreuung, Bewirtschaftung“
 
diskutieren – zum Vorteil des deutschen Privatwaldes und damit der gesamten deutschen Forstwirtschaft und der Gesellschaft.
 
 
 
 

DFWR-Präsident Georg Schirmbeck besucht älteste forstliche Lehranstalt der Welt

PRESSEMITTEILUNG 10/18
 
Tharandt, den 16.05.2018: Bei seinem Besuch an der Technischen Universität in Dresden verschaffte sich der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Georg Schirmbeck, einen Überblick über die aktuellen Themen der Forschung und Lehre. Dabei wurde Schirmbeck von Prof. Dr. Jörn Erler, Leiter der Professur für Forsttechnik, die Originalausgabe des historischen Werkes von Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz gezeigt. Schirmbeck zeigte sich beeindruckt: „Es ist für mich ein großartiges Privileg, dieses Werk des Schöpfers des forstlichen Nachhaltigkeitsgedankens in den Händen zu halten. Nicht nur für uns Forstleute hat Carlowitz eine Maxime geschaffen, auf die wir stolz sein können. Wie stark der Nachhaltigkeitsgedanke sich heute über die Forstwelt hinaus verbreitet hat, können wir im alltäglichen Sprachgebrach verfolgen. Lassen Sie uns auch zukünftig Trendsetter sein und weiterhin für eine nachhaltige, multifunktionale Forstwirtschaft stark machen.“
 
Von den Gesprächen mit Erler, Prof. Dr. Karsten Kalbitz, Leiter der Professur für Bodenkunde und Bodenschutz, und Prof. Dr. Steffen Fischer, Leiter der Professur für Pflanzen- und Holzchemie, sowie Studierenden am Institut für Forstnutzung und Forsttechnik war Schirmbeck sehr angetan. „In Tharandt gelingt das, woran es an anderer Stelle in Teilen mangelt. Die Bereiche Forst und Holz arbeiten sehr konstruktiv zusammen und haben gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft feste im Blick“, so Schirmbeck.
 
Mit seinem Besuch in Tharandt unterstreicht Schirmbeck die Bedeutung einer engen Verzahnung von Wissenschaft und Praxis und wirbt gleichzeitig für einen stärken Austausch von Forst- und Holzwirtschaft.

80. Geburtstag von Freiherr von Schorlemer

Osnabrück, 27.04.2018: Freiherr Reinhard von Schorlemer, Land- und Forstwirt aus Bippen im Landkreis Osnabrück, vollendete am 27. April sein 80. Lebensjahr. Der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR), Georg Schirmbeck, dankte dem Jubilar für seinen jahrzehntelangen Einsatz für die Interessen der Land- und Forstwirtschaft sowie des gesamten ländlichen Raumes. Von Schorlemer habe sich – großartig unterstützt durch seine Frau Monika – als Kommunalpolitiker, als Landtags- und Bundestagsabgeordneter sowie als Vorsitzender der AGDW - Die Waldeigentümer mit großem Erfolg gerade auch für die Interessen des privaten Waldbesitzes eingesetzt. Im Präsidium des DFWR sei er ein guter Vermittler der forstlichen Interessen gewesen, so Schirmbeck. Für sein beispielhaftes Engagement hat der DFWR Freiherr von Schorlemer 2017 zum Ehrenmitglied ernannt.

Joachim Lüssing, Alex Teuber, Ulrich Zeigermann, Georg Schirmbeck, Frederik Mersfeld, Friedhelm Biestmann, Dr. Wolfgang Krug (v.l.n.r., Foto: Rainer Städing)

Internationaler Tag des Baumes

PRESSEMITTEILUNG 08/18
 
Internationaler Tag des Baumes. Gemeinsame Pflanzaktion im Landkreis Vechta bekräftigt die Bedeutung eines vorausschauenden Waldumbaus.
 
Holdorf, den 25.04.2018: Am „Internationalen Tag des Baumes“ pflanzten Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Dr. Wolfgang Krug, Bürgermeister der Gemeinde Holdorf, Friedhelm Biestmann, stellvertretender Landrat des Landkreises Vechta und Ulrich Zeigermann, Leiter des Niedersächsisches Forstamts Ankum, im sogenannten Jubiläumswald der Gemeinde Holdorf drei Esskastanien, den Baum des Jahres 2018. Angeleitet und unterstützt wurden sie von Forstwirt Joachim Lüssing sowie den beiden Forstwirtauszubildenden des Forstamtes Ankum, Alex Teuber und Frederik Mersfeld.
Schirmbeck betonte wie wichtig es sei, die Wälder auf den bereits spürbaren Klimawandel bestmöglich vorzubereiten. „Hierzu ist es unbedingt erforderlich, klimatolerante Baumarten zu pflanzen, um stabile Mischwälder zu schaffen, die auch Stürmen, wie jüngst „Friederike“, besser standhalten. Denn der Wald ist unser Kapital in Bezug auf Klimaschutz, Biodiversität, Erholung sowie Einkommen für rund 2 Millionen Waldbesitzende“, so Schirmbeck.
 
Für Bürgermeister Krug ist der 2010 zum 1.300-jährigen Jubiläum der Gemeinde auch mit Schülern angelegte „Jubiläumswald“ etwas Besonderes. Er ist stolz darauf, dass sich aus der ehemals sehr waldarmen Gemeinde mittlerweile die waldreichste im Landkreis Vechta entwickelt hat. Das hat auch mit dem Wasserwerk Holdorf des Oldenburgisch-Ostfriesischen-Wasserverbandes zu tun. Wie Forstamtsleiter Zeigermann zu berichten weiß, wurden seit 1989 systematische Aufforstungen in den Wasserschutzgebieten rund um das Wasserwerk und die Brunnen angelegt, um die Nitratbelastung des Grundwassers zu reduzieren. Über 160 Hektar neuer Wald sind seitdem um das Wasserwerk entstanden. Ein besonderer Wert wurde und wird dabei auf die Waldbegründung mit klimastabilen Baumarten gelegt. Zeigermann wies auf die Bedeutung und die Chancen hin, die mit der eigentlich aus dem Weinbauklima bekannten Esskastanie in Norddeutschland verbunden sind, insbesondere unter dem Gesichtspunkt des zunehmenden Klimawandels. Auch der stellvertretende Landrat Biestmann betonte die Bedeutung von Wald, gerade für den Trinkwasserschutz. Dem Landkreis sei daran gelegen, den Wald und die Natur zu erhalten und keine Waldflächen oder Biotope zu verlieren.
 
Internationaler Tag des Baumes
Der Ausruf des Tages geht auf Aktivitäten des amerikanischen Politikers Julius Sterling Morton im Jahr 1872 zurück. 1951 beschlossen die Vereinten Nationen jährlich am 25. April den Tag des Baumes zu begehen, um die Bedeutung des Waldes für den Menschen und die Wirtschaft hervorzuheben. In Deutschland wurde der Tag des Baumes erstmalig am 25. April 1952 begangen.
Georg Schirmbeck (DFWR) und Xaver Haas (DHWR) bei der Unterzeichnung der RVE (Foto: DFWR)

Rahmenvereinbarung ELDAT unterzeichnet

Die Präsidenten des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR), Georg Schirmbeck, und des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR), Xaver Haas, haben am 23. April 2018 in Berlin die „Rahmenvereinbarung ELDAT“ (RVE) der Plattform Forst & Holz unterzeichnet.

Die RVE regelt die digitale Datenlogistik zwischen Wald und Werk zur holzbasierten Wertschöpfung, um die digitale Datenlogistik zwischen Wald und Werk zur holzbasierten Wertschöpfung bundesweit einheitlich zu gestalten. Die Plattform Forst & Holz, ein Zusammenschluss von DFWR und DHWR, sieht in der Digitalisierung von Prozessen und Geschäftsabläufen in der Forst- und Holzwirtschaft die Zukunft und eine notwendige Entwicklung hin zu einer „Wirtschaft 4.0“.

Grundlage für eine Optimierung von digitaler Datenerhebung, -kommunikation und -nutzung in der Branche stellt die gemeinsame Weiterentwicklung elektronischer Standards dar. Die Plattform Forst & Holz bekennt sich deshalb zu einem gemeinsamen Datenstandard ELDAT und fördert seine Verbreitung. Sie empfiehlt den Unternehmen der Forst- und Holzbranche, bei der Übermittlung von Daten im Cluster Forst und Holz ELDATsmart als neuen Datenstandard gemeinsam und bundesweit einheitlich zu verwenden.

Die gesamte Vereinbarung finden Sie hier