Georg Schirmbeck

Seit 2001, als er Vorsitzender des Waldbesitzerverbandes Weser-Ems und Mitglied im Hauptausschuss der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände wurde, ist Georg Schirmbeck forstpolitisch aktiv. Er wurde im Jahr 2007 zum 10. Präsidenten des Deutschen Forstwirtschaftsrates gewählt und im April 2013 durch die Mitgliederversammlung erneut im Amt bestätigt. Seit November 2009 ist er zudem Vorstandsmitglied der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. Sein Engagement bei der Plattform Forst&Holz, sein Mitwirken im „Deutsch-Russischen agrarpolitischen Dialog“ und sein Einsatz für den Holzabsatzfonds (HAF) in Liquidation stehen beispielhaft für das nationale und internationale Bestreben, der Forstpolitik eine Stimme zu geben und für eine nachhaltige und multifunktionale Forstwirtschaft zu werben.

Seinen politischen Werdegang begann Georg Schirmbeck im Kreistag des Landkreises Osnabrück, dem er von 1976 bis 2011 angehörte, seit 1996 als Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion. Von 1990 bis 2002 war er Mitglied des Niedersächsischen Landtages und dort von 1991 bis 1998 umweltpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, sowie bis 2002 Mitglied im Fraktionsvorstand. Als direkt gewählter Abgeordneter im Wahlkreis Osnabrück-Land gehörte Georg Schirmbeck von 2002 bis 2013 dem Deutschen Bundestag an. Als ordentliches Mitglied im Haushalts- und Rechnungsprüfungsausschuss des Deutschen Bundestages, sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat Georg Schirmbeck land- und forstpolitische Debatten maßgeblich geprägt und als Berichterstatter für den Einzelplan des Landwirtschaftsministeriums an vorderster Reihe Land- und Forstpolitik mitgestaltet.

Über sein forstpolitisches Engagement hinaus liegt Georg Schirmbeck die Stärkung der regionalen Wirtschaft in seiner Heimat, dem Osnabrücker Land am Herzen, für die er als Aufsichtsratsvorsitzender der Niedersachsenpark GmbH und der Alfsee GmbH im nördlichen Landkreis Osnabrück richtungsweisend Verantwortung trägt. Sein Einsatz für soziale Belange zeigt sich nicht nur in seinem langjährigen Engagement für die Belmer Integrationswerkstatt und das Berufsbildungswerk Osnabrücker Land, sondern auch international durch seine Unterstützung als Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Sankt Barbara, die in ehemaligen Kriegsgebieten Landminen räumt und Entwicklungshilfe leistet. Der verheiratete Vater zweier erwachsener Kinder wohnt mit seiner Frau auf dem elterlichen Hof in Ohrbeck im Landkreis Osnabrück.

Hermann Ilaender

Von 1995 leitete Herman Ilaender als 9. Präsident den Deutschen Forstwirtschaftsrat.

In diesem Amt kämpfte er vor allem für eine Verbesserung der forstwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und eine effektivere Holzabsatzförderung. Im Vorstand des Holzabsatzfonds setzt er sich aus diesem Grund seit der Neuorganisation dieses Gremiums im Oktober 1999 für die Interessen und Forderungen der deutschen Forstwirtschaft ein. Auf internationaler Ebene arbeitet Ilaender bei der Entwicklung des PanEuropäischen ForstZertifizierungssystems (PEFC) mit und engagiert sich für Deutschland seit 1999 im paneuropäischen Forstzertifizierungsrat (PEFCC) als stellvertretender Vorsitzender im Vorstand. Auf nationaler Ebene vertritt Ilaender die Interessen des Privatwaldes als Mitglied im Deutschen ForstZertifizierungsrat. Inhaltlich baut das PEFC auf den von 37 Nationen im PanEuropäischen Prozess (Helsinki 1993, Lissabon 1998) verabschiedeten internationalen Beschlüssen auf. Es überträgt diese internationalen Vereinbarungen auf die jeweilige nationale bzw. regionale Ebene und entwickelt daraus, möglichst im Konsens mit allen Interessengruppen, die Zertifizierungskriterien. Allen Waldbesitzern wird somit ein kosteneffizientes Zertifizierungssystem zur Verfügung gestellt.

Im DFWR ist Herman Ilaender seit 1989 als Vertreter des Körperschaftswaldes in der Mitgliederversammlung und seit 1992 als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände im Präsidium aktiv. Darüber hinaus nimmt er weitere wichtige Ämter und Aufgaben in mehreren forstlichen Organisationen wahr. Zum einen vertritt er den Waldbesitzerverband RheinlandPfalz als Erster Vorsitzender, zum anderen engagiert er sich als Vizepräsident des Deutschen Forstvereins, als Vorstandsmitglied bei der Stiftung Wald in Not, als Mitglied im Landesforstausschuss RheinlandPfalz und im Forstausschuss der Landwirtschaftkammer RheinlandPfalz sowie im Kuratorium der Fachhochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg. Von 1991 bis 1995 war Ilaender stellvertretender Vorsitzender bei der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände.

Hermann Ilaender wurde am 13. November 1933 in GelsenkirchenBuer geboren. Sein beruflicher Werdegang führte ihn von der Stadtverwaltung Soest über die Landkreisverwaltung Bonn zur Verwaltung des Deutschen Bundestages. Sein vorbildlicher Einsatz für die Belange der Mitarbeiter als Vorsitzender des Personalrates würdigte der Bundespräsident bereits 1980 mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande. Im Mai 1983 wurde er zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Hönningen gewählt, wo er sich bis zu seiner Pensionierung im September 1999 intensiv für die Belange des Kommunal und Privatwaldes einsetzen konnte. Die Verbandsgemeinde Bad Hönningen gehört mit rund 3.700 ha Wald und einen Waldanteil von 64 % zu einer der waldreichsten Kommunen in RheinlandPfalz.

Ulrich Maier

Als Nachfolger von Alexander Freiherr von Elverfeldt wählte die Mitgliederversammlung des Deutschen Forstwirtschaftsrates am 03.07.1990 in München den Bürgermeister der Stadt Wildbad im Schwarzwald, Ulrich Maier, zum neuen Präsidenten. Trotz seiner nur zweijährigen Amtszeit gelang es Maier nach der Wiedervereinigung Deutschlands am 03.10.1990 durch die Aufnahme von 14 neuen Mitgliedern aus den fünf hinzugekommenen Bundesländern am 06.06.1991 die neuen politischen Verhältnisse auch im DFWR umzusetzen. Darüber hinaus überschatteten zwei wichtige Ereignisse seine forstpolitische Arbeit, deren Folgenbewältigung er durch überlegtes Handeln und großes Engagement sofort einleiteten konnte. Es waren dies zum einen die gewaltigen Orkanschäden zu Beginn des Jahres 1990 und zum anderen das Bundesverfassungsgerichtsurteil zur Nichteinbeziehung der Forstwirtschaft in das Absatzfondgesetz im August 1990. Maier setzte sich stets für eine rasche Lösung der Schwierigkeiten ein und verstand es, den politisch verantwortlichen Institutionen und Personen die Probleme wirkungsvoll vorzutragen. Sein besonderer Einsatz galt dem breitgestreuten Waldeigentum in den neuen Bundesländern. Er versuchte deren Leistungsfähigkeit, entsprechend seine Grundüberzeugung der "Versöhnung" von Ökonomie und Ökologie, zu erhöhen.


Ulrich Maier wurde am 12.11.1943 in Stuttgart geboren, wuchs in Schnait im Remstal auf und absolvierte nach der allgemeinen Schulzeit eine fünfjährige Ausbildung für den württembergischen gehobenen Verwaltungsdienst in Kaisersbach im Schwäbischen Wald und Ostelsheim im Landkreis Calw. Mit Abschluss des folgenden Ausbildungsabschnittes an der Verwaltungshochschule in Stuttgart wurde Ulrich Maier Fachbeamter für das Finanzwesen der Gemeinde Großaspach und persönlicher Mitarbeiter des Finanzbürgermeisters der Großen Kreisstadt Backnang. Bereits mit 25 Jahren wählte ihn die Gemeinde Calmbach zum Bürgermeister. Dieses Amt übernahm er auch 1974 nach dem Zusammenschluss der Gemeinden Bad Wildbad und Calmbach in der Gesamtstadt Bad Wildbad. Die Stadt mit ihren rund 10.000 Einwohnern, einer Gemarkungsfläche von ca. 10.500 ha und einer Gemeindewaldfläche von über 2.000 ha verfügt inklusiver aller anderen Waldbesitzarten über ein Bewaldungsprozent von 91.


Am 15.01.1986 übernahm Ulrich Maier das Präsidentenamt der Forstkammer BadenWürttemberg für mehrere Jahre. Darüber hinaus war er Mitglied im Forstausschuss der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände und im Hauptausschuss der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände. Im DFWR arbeitete er seit 1983 in der Mitgliederversammlung und seit 1989 im Präsidium aktiv mit.

Erich Naujack

Als langjähriges Mitglied des Holzmarktausschusses und des Präsidiums wurde Erich Naujack auf der Mitgliederversammlung in Konstanz am 25.06.1992 zum 8. Präsidenten des Deutschen Forstwirtschaftsrates gewählt. Brennpunkte dieser dreijährigen forstpolitischen Arbeit bildeten die zunehmende Internationalisierung der Holzmärkte, deren Öffnung nach Osten, die Erweiterung der Europäischen Union um Waldnationen wie Schweden, Finnland und Österreich sowie das zum Teil sehr emotional geführte Thema Zertifizierung. Große Anerkennung erwarb er sich durch sein vorbildliches Engagement bei der Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Forstwirtschaft und durch die mit der Holzwirtschaft gemeinsam durchgeführten Imagekampagnen zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit des Rohstoffes Holz.


Sein privater und beruflicher Werdegang ist zunächst sehr eng mit dem Bundesland RheinlandPfalz verbunden. Am 14.08.1935 wurde er in Gerolstein in der Eifel geboren. Er verbrachte seine Schulzeit in Boppard am Mittelrhein und begann 1950 seine berufliche Karriere im benachbarten St. Goar. Nach Vollendung der Verwaltungsausbildung wurde er 1965 im damals selbständigen Bingerbrück zum hauptamtlichen Bürgermeister gewählt. Nach der Eingliederung in die Stadt Bingen erfolgte 1969 auch dort die Wahl zum Bürgermeister. 1976 nahm er das Amt des Oberbürgermeisters wahr, in dem er 1986 erneut bestätigt wurde. Der ca. 2000 ha große Binger Stadtwald stellte mit seinen zahleichen, sich überlagernden Waldfunktionen im infrastrukturellen und wirtschaftlichen Bereich ein ideales forstpolitisches Betätigungsfeld dar.

Neben dem Arbeitsgebiet auf lokaler Ebene, muss vor allem seine langjährige Tätigkeit in regionalen, nationalen und internationalen forstlichen Gremien herausgestellt werden. Als Dezernent für den Binger Stadtwald sowie als Verbandsvorsitzender des Walderholungsverbandes RheinNahe nahm Naujack neben der Vorstandstätigkeit im rheinlandpfälzischen Landesverbandes der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. die Mitgliedschaft im Forst und Landwirtschaftsausschuss des Gemeinde und Städtebundes RheinlandPfalz sehr engagiert wahr. Er arbeitete als Mitglied sowohl im Forstausschuss der Landwirtschaftskammer RheinlandPfalz als auch im Gemeinsamen Forstausschuss der Bundesvereinigung der Kommunalen Spitzenverbände seit 1976 aktiv mit. Hier übernahm er 1989 das Amt des Vorsitzenden. Darüber hinaus erstreckte sich seine Tätigkeit auf die Mitarbeit bei der Stiftung "Wald in Not". 1990 übernahm er als Gründungsmitglied und Vizepräsident verstärkt Verantwortung im neu entstandenen Europäischen Kommunalwaldbesitzerverbandes (FECOF) in Straßburg. Für seinen vorbildlicher Einsatz und die zahlreichen Aktivitäten wurde ihm 1989 das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Alexander Freiherr von Elverfeldt

Baron von Elverfeldt wurde am 19.03.1929 in Marsberg im Hochsauerlandkreis geboren. Nach dem Abitur und dem Krieg absolvierte er eine Ausbildung in den drei Bereichen Land, Forstwirtschaft und Handel. Im Anschluss an seine Tätigkeiten bei mehreren technischen Betrieben in den USA und Deutschland übernahm er mit 33 Jahren die Leitung des eigenen land und forstwirtschaftlichen Betriebes. Dieser durchaus ungewöhnliche Werdegang spiegelt sein breites Interessensspektrum und seine Offenheit für Neues sehr gut wider.


Sein umfassendes Wissen und seine klaren Aussagen zu aktuellen forstpolitischen Problemen waren die Grundlagen für seine erfolgreiche Arbeit in verschiedenen forstlichen Gremien. Unter anderem engagierte sich von Elverfeldt als Vorsitzender des Waldbauernverbandes NordrheinWestfalen und des Forstausschusses bei der Obersten Forstbehörde NordrheinWestfalen, darüber hinaus im Vorstand bzw. Beirat des WestfälischLippischen Landwirtschaftlichen Arbeitgeberverbandes, beim Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik sowie in der Centralen Marketingagentur der Deutschen Agrarwirtschaft.
Seit 1974 war Freiherr von Elverfeldt als Privatwaldvertreter im Deutschen Forstwirtschaftsrat aktiv, zunächst in der Mitgliederversammlung und seit 1980 im Präsidium. Schließlich übernahm er nach seiner Wahl im Mai 1983 die Präsidentschaft des DFWR für sieben Jahre, bevor er aus gesundheitlichen und privaten Gründen von seinem Amt zurücktrat. Während seiner Präsidentschaft konnte er auf einige wichtige, den Wald und die Forstwirtschaft berührende Problembereiche wirkungsvoll Einfluss nehmen. Schwerpunkte seiner Arbeit waren dabei in erster Linie die Diskussion um das Verhältnis zwischen Forstwirtschaft und Naturschutz, die Erstellung eines forstwirtschaftlichen Leistungsberichtes, die Ausarbeitung von Förderungsgrundsätzen für forstwirtschaftliche Maßnahmen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe, der Abbau von Hemmnissen, die einer verstärkten Holznutzung entgegenstanden und nicht zuletzt das zur damaligen Zeit alles umfassende Thema der immissionsbedingten Waldschäden.


Für seine großen Verdienste um den deutschen Wald und die Forstwirtschaft erhielt Alexander Freiherr von Elverfeldt 1986 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Darüber hinaus zeichnete ihn 1990 der Deutsche Forstverein mit dem LorenzWappesPreis aus und 1991 wurde ihm die ProfessorWilhelmNiklasMedaille verliehen.


Mit der Übergabe seines Betriebes an seinen Sohn zog er sich 1991 gleichzeitig weitgehend von seinen überregionalen Ämtern zurück und widmete sich in erster Linie seiner Familie und den zahlreichen Freunden im In und Ausland.

denlenfritptrues